Montag, 1. Januar 2018

0:30 Uhr ...



Nachdem sich der erste Anflug von Unruhe gelegt hatte, 
setzte sich Allegra recht entspannt auf ihr Bodenkissen 
im Schiffskeller und schaute durch die leicht geöffnete 
Schiebetür den Mädchen im Treppenhaus beim Spielen zu. 

Nie hätten wir erwartet, dass die ersten Minuten des 
doch recht lauten neuen Jahres einen weiteren Versuch 
zur Katzen-Vergesellschaftung bieten könnten. Aber es 
ergab sich plötzlich einfach so. Und vielleicht lag es auch 
daran, dass Allegra erst vor etwa einer Stunde ihre Insulin-
Dosis bekam. In dieser Zeit ist sie meist etwas gelassener 
und auch oftmals weniger schreckhaft. 

Und erstaunlicherweise durfte Flo sie bald darauf auch 
ganz vorsichtig mit dem Näschen begrüßen, um dann an 
ihrem Kissen vorbei in die Kleiderkammer zu spazieren 

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Miuh hat gesagt…

Wie süss! Da geht einem das Herz auf, nicht? Wir haben auch zwei ältere Damen hier und es klappt unterschiedlich (seit Juni 17 nun)... Der junge Kater hat einfach "zu viel" Energie, Spieltrieb und Frechheit. Manchmal aber gibt es Kuschel-Zeiten, in denen er bei jemandem in die Nähe liegen darf... Liebe Grüsse, Miuh

kleine-creative-Welt hat gesagt…

ach wie schön - ein kleiner Schritt vorwärts - die kleinen süßen Samtpfoten
erobern vielleicht nicht nur eure Herzen -

mit dem Futterkong haben wir ganz erfolgreich die Knallerei in den Hintergrund
gedrängt -

alles Liebe - Ruth

SchneiderHein hat gesagt…

@ Miuh
Gestern war Allegra nun sogar so mutig, dass sie trotz der Anwesenheit der Mädchen kurz ins Treppenhaus ging, um dort aus einer anderen Wasserschale zu trinken. Aber die Anspannung aller Anwesenden im Raum war deutlich zu spüren. Die Mädchen sind forsch & neugierig und Allegra betagt & vorsichtig. Das braucht noch seine Zeit. Schade, dass wir in den nächsten Tagen weniger Zeit aufbringen können, um sie zusammen zu lassen. Jetzt wäre der Moment wohl günstig. Aber sie jetzt unbeaufsichtigt aufeinander loslassen könnte zu dauerhaften Problemen bei unserem Sensibelchen führen. Schließlich baut unsere alte graue Dame ja trotz besser Phasen immer mehr ab. Vorhin musste ich sogar mit ihr zusammen in den Keller zum dortigen Katzenklo gehen. Allein schien sie Angst zu haben. Und ob es ihr beim Rückweg auf der Kellertreppe nur zu dunkel war oder sie Angst hatte, dass dort eines der Mädchen warten könnte. Ich würde gern in ihr Köpfchen schauen. Jedenfalls als das Licht auf der Treppe an war, und ich oben auf sie wartete und ihr zusprach, kam sie ganz gemütlich hoch. Die Stufen schafft sie noch.
Nur was das Insulin in ihrem Kopf anrichtet. Wir haben die Spritzzeiten inzwischen schon auf alle 17 Stunden verlängert. Seitdem ist sie wenigstens wieder ein paar Stunden am Tag vor dem Insulin etwas selbstsicherer, unternehmungslustiger und bewegungsfreudiger. Aber was das Zusammentreffen mit den Mädchen dann jeweils für ihren Blutzuckerspiegel bedeutet …
Es ist wirklich eine Gradwanderung eine alte kranke Katze zu vergesellschaften. Da sind 2 ältere Damen und ein kleiner Kater vielleicht leichter. Aber da Allegras Tage angezählt sind, wollten wir lieber von Anfang an 2 Kinder haben, dann hoffentlich wieder lange zusammen leben können. Und dass für Finja noch Feala dazu kam, war im Nachhinein wirklich eine gute Entscheidung - nur für Allegra halt ganz schön viel …
Auf jeden Fall ist es schön, dass Eurer kleiner schwarzer Kater jetzt zur 'Wildsau' wurde. Hoffentlich geht das mit den älteren Damen noch lange gut!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ruth
Ja, es ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt :-) Oftmals sind es Zufälle, die irgendwann eine positive Wendung bringen. Nur leider muss ich in nächster Zeit so einiges endlich am Küchentisch mal wieder wegwuppen und kann nicht ständig alle 4 im EG und Keller beaufsichtigen. Und 3 verspielte Mädchen während der Arbeitszeit am Laptop sind auch eine Herausforderung. Die 'Elternzeit' der 'Katzenübermutter' geht dem Ende zu. Ich glaube, ich muss nun so manches Mal die Mädchen für ein paar Stunden im Keller einsperren, damit ich irgendwann mal wieder Land sehe. Wie gut, dass sie dort gerne spielen und in Kartons schlafen …

Den Futterkong musste ich mir erst einmal anschauen - so als Hundelaie ;-) Wir haben die erste schwierige Zeit ähnlich verbracht: Finja war ziemlich lange schon ab ca. 17 Uhr im Keller und schlief mit Feala dort in irgendwelchen Kartons. Feala kam aber gegen 23 Uhr hoch und wurde dann lange mit der Federangel bespielt. Während Allegra dann Wolfgangs Nähe beim Mause-Uhr-Shooting im Schiffskeller schätzte. Und kurz vor Mitternacht fingen beide Mädchen dann ziemlich viele Cosma-Würfel aus gefriergetrocknetem Thunfisch. Gut, dass wir so eine Maxi-Dose davon hatten ;-) Feala schaute später sogar mal einige Zeit aus dem Küchenfenster. Und unsere riesige Packpapier-Sammlung im Treppenhaus war zum Glück dann auch irgendwann wichtiger als Feuerwerksblitze & die Knallerei.