Dienstag, 12. Dezember 2017

Bauchschau



Jetzt ist die kleine Katzenwelt für Finja und Feala 
fast wieder in Ordnung … 

Gestern Nachmittag versuchten wir Finjas Kastrationswunde 
mit einem zweiten Pflaster zu schützen, aber das hatte 
unsere kleine Hektik-Else ganz schnell nach dem Aufwachen 
wieder zur Hälfte mit der rauhen Zunge abgeschleckt. Also 
musste sie sicherheitshalber in den nach dieser Anleitung 
selbst angefertigten Kastrationsbody verpackt werden. Doch 
leider tat sie damit keinen Schritt mehr. Sie verfiel plötzlich 
in so eine Art Schockstarre und war nicht mehr in der Lage 
ihre Hinterläufe zu bewegen. Auch eine Nachbesserung mit 
mehr Beinfreiheit brachte keinen Erfolg, so dass Wolfgang 
schnell noch die Sprechstunde unseres Tierarztes nutzte, 
um nun doch einen richtigen Katzenbody aus der Praxis 
ähnliches Modell. Allerdings schaffte es Finja sich binnen 
15 Minuten des kleinen grauen Katzenanzugs zu entledigen 
und sich genervt unters Bett zu verkriechen. Glücklicher-
weise nahm sie uns die Verpackungsversuche aber nicht zu 
übel und erschien bald darauf wieder auf der Bildfläche. 
Aber der nächste Verpflasterungs-Versuch war für uns alle 
schon ziemlich stressig. Und als heute früh gegen 3 Uhr 
eine recht entspannte Finja ihre freiliegende saubere Narbe 
neben mir im Bett präsentierte, versprach das wesentlich 
bessere Heilungschancen als eine ständig an sich herum-
zuppelnde nervöse Katze.

Feala hingegen schleckte mehr um das Pflaster herum. 
Aber auch bei ihr versuchten wir es sicherheitshalber 
gegen Abend mit dem selbst angefertigten T-Shirt-Body.
Bei ihr gab es auch kaum Probleme, und sie hoppelte 
schon bald recht munter damit umher. Doch als sie kurz 
nach Mitternacht so verpackt im Katzenklo saß, war sie 
ziemlich unglücklich. Schnell freigeschnürrt war sie 
sichtlich erleichtert, und danach ließen wir es bei ihr 
darauf ankommen.

Denn so sah ihr Pflaster heute am frühen Morgen aus.

Finjas Narbe wird noch mit 3 Fäden gehalten. Und bis jetzt 
scheint sie ihre Wunde nicht zu sehr zu bearbeiten, so dass 
sie hoffentlich auch ohne weitere Verpflasterung gut abheilt. 
Doch nach Rücksprache mit unserem Tierarzt wäre es 
wünschenswert gewesen wenn sie ihr Pflaster 4 oder 5 Tage 
ertragen hätte 

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Mittwoch, 13. Dezember 2017:
Inzwischen hat Flo ihre Kastration auch gut überstanden. 
Zwar hat ihre Wunde gestern nachmittags noch etwas 
nachgeblutet, da sie der Meinung war sie müsste schon 
6 Stunden nach der OP wieder auf einen Stuhl springen, 
was aber noch nicht klappte. Ich hoffe nicht, dass nun 
daraus - ähnlich wie damals bei der kleinen Maus, auch 
bei Flo ein Hängebäuchlein entsteht. Aber dann wäre sie 
auch in diesem Punkt eine würdige Nachfolgerin.

Ende der nächsten Woche haben wir dann hoffentlich 
erst den nächsten Tierarzt-Termin zur Nachkontrolle 
und zum Fäden ziehen. Und dann sehen die Narben 
unserer 3 Mädchen vielleicht auch schon so gut aus 


Kommentare:

engelundteufel hat gesagt…

Finja ist so ein Knabberolle wie Fine. Die wollte sich auch alleine die Fäden ziehen.
Katzen verpacken ist gar nicht so einfach. 😉 Hat sie sich auch aus dem Body gepellt. Also nee nee.
Wir drücken die Daumen, dass eure Bauchies auch schön werden.
Schnurrer Engel und Teufel

SchneiderHein hat gesagt…

@ Engel und Teufel
So so Ihr habt also auch so ein nervöses Hemd ;-(

Vorhin hat sich Feala dann auch das Pflaster abgezogen. Jetzt wissen wir wenigstens schon wie die Naht aussieht ;-) Und die zweite Verpflasterung hängt nun auch schon locker vom Bauchfell. Man kann die Kinder echt nicht alleine lassen …
Aber unser Tierarzt hatte auch mal eine Katze, die so eine Verpackung partout nicht ertragen konnte und noch dazu gleich wieder raus wollte. Bei ihr ging es gut aus. Und wir bekamen noch 2 Tipps für schwierige Fälle von ihm: einen lauwarmen Kamillenteebeutel zum Desinfizieren auf die Wunde zu legen bzw. sie damit zu säubern. Und wenn es nicht anders geht die Wunde mit Babypuder behandeln, der soll nicht so gut schmecken und vom Schlecken abhalten …
Ich bin mal gespannt, wann ich nun Flos Pflaster finde. Die Drei toben wie wild. Finja kletterte vorhin schon wieder am Fenstergitter hoch. Das werden bestimmt Huckel-Narben ;-( Aber wächst ja wieder Fell drüber.

Miuh hat gesagt…

Oh, wie süss... die Kleinen! Ich bin noch immer am alles nachvollziehen und nachlesen und drücke Euch und all den Fellträgern immer ganz fest die Daumen! Beim Verlust der "kleinen Maus" habe ich mitgeweint und war nicht fähig, einen Kommentar zu schreiben... unfassbar für eine Katze, die ich nie persönlich gesehen habe, aber so ist das eben.
Ich hoffe, die drei "Kleinen" erholen sich gut und lassen die Narben möglichst in Ruhe! Unsere mittlerweile 13 Jahre alte "Babykatze" (das ist sie irgendwie für uns geblieben) hat damals auch wild daran herumgezupft und es ist ihr ein "Bruch" daraus geblieben.
Auch für unseren "kleinen" Kater steht das Thema nun an und in einer Woche muss er unters Messer. Für einen Kater ist der Eingriff ja weniger kompliziert, aber durch die Narkose mache ich mir doch etwas Sorgen. Nun, er hat sich ja vom 500 Gramm Häufchen Elend gut entwickelt zum kräftigen fast-5Kilo-Tier und sollte das gut wegstecken.
Liebe Grüsse, Miuh
P.S. vielen Dank für Euren lieben Kommentar bei mir!

Alpha hat gesagt…

Hoffentlich ist bald alles gut verheilt und die Damen können wieder zur Höchstform auflaufen. Liebe Grüße und alles Gute für Euch alle.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alpha
Seit heute sind sie muffig auf mich - sie wollen wieder ins Treppenhaus und in den Keller! Also habe ich heute zumindest das Spielzeug im Kinderzimmer aufgerüstet. Daher wird gerade wieder heftig getobt. im Keller würden sie ihre ungeschützte Wunde jetzt wohl noch zu sehr strapazieren ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Miuh
Das Mitfühlen bei anderen Katzen im www kenne ich auch. Und bisweilen fehlen mir dann auch die Worte …

Ja, Babykatze, dass kann ich gut nachvollziehen. Denn in einem Moment war die kleine Maus eine selbstbewußte Persönlichkeit, die ihr Revier auch gegen Kater verteidigte bzw. sogar in anderen Gärten den Katern auf die Nerven ging. Und dann war sie plötzlich wieder im Bett das verschmuste und auch im hohen Alter noch manchmal verspielte Kätzchen. Die Mischung war's, die ich so an ihr schätzte.
So langsam vermute ich, dass es kaum Katzen gibt, die ihre Wunde in Ruhe lassen. Im Moment trägt nur noch Flo Pflaster. Aber dafür war sie auch die erste, die gleich wieder springen wollte.

Wow, schon 5 kg bringt das ehemalige Kummerkätzchen jetzt auf die Waage! Kleine Kinder werden so schnell groß …
Dann drücke ich mal die Daumen, dass die Narkose nicht so heftig ausfällt. Bei Feala musste unser Tierarzt 2x nachdosieren. Erst wollte sie nicht einschlafen und dann war sie beim Vernähen plötzlich schon wieder wach. Das größte Problem war aber eigentlich das davor Hungern lassen. Wie es damals bei Maus war, daran kann ich mich nicht erinnern. Allegra war jedenfalls danach so nervös, dass sie erst ruhiger wurde als es Futter gab. Ebenso war es bei Finja und Feala. Sie schliefen erst entspannt ihren Rausch aus, als wir ihnen entgegen der Tierarztempfehlung schon recht früh Futter gaben. Vorher waren sie ruhelos. Wasser mittels kleiner Spritze ins Mäulchen zu geben reichte ihnen nicht. Und noch extremer war es bei Flo: Um 8 Uhr gaben wir sie ab, sicherheitshalber behielt sie unser Tierarzt dann doch bis 11 Uhr in der Praxis und gab ihr sogar noch eine Infusion. Und gegen 12 Uhr kreisten die benebelten Gedanken des wackeligen Etwas nur noch um Futter. Glücklicherweise hat keine der 3 Mädchen danach ihr Futter erbrochen - was wohl durchaus möglich ist. Erst nach einigen kleinen Portionen kehrte dann auch bei ihr Ruhe ein.
Erstaunlich finde ich auch, dass sie kaum den Eindruck erwecken, dass sie das verordnete Schmerzmittel benötigen. Im Gegenteil - ich befürchte dadurch toben sie bald nach der Verabreichung noch mehr. Aber heute bekommen sie ihre Dosis noch einmal - mal abwarten, was die nähte dann dazu sagen …
Da haben es Kater wirklich leichter. Aber trotzdem dann in der nächsten Woche alles Gute für den 'kleinen' Möchtegern-Chef!

Doro hat gesagt…

Oh gut...dann haben Eure Mädelz den Stress schon hinter sich! Yellow hat am 27.12. den Termin....denn dann haben wir Urlaub und Zeit für ihn.Ich hoffe bei Buben ist das mit der leidigen Wundenleckerei nicht so ein Thema.Sookie hat ja auch ein Hängebäuchle,weil sie damals immer geleckt hat... Ich bin auf jeden Fall froh,wennˋs vorbei ist....dann darf er auch raus- wollen tut er schon sehr und er muss jetzt immer auf den Arm,wenn ich die beiden Damen rauslasse,denn er ist sehr schnell...Grüße von Doro

SchneiderHein hat gesagt…

@ Doro
Dann darf der kleine Mann also auch bald raus ;-) Aber besser wohl erst im neuen Jahr, wenn auch die letzten liegengebliebenen Böller verbraucht sind …
Soweit ich mich erinnere, war das bei Herrn Katze keine lange Sache. ich glaube am nächsten Tag ging es ihm schon wieder gut. Und da Yellow ja auch nicht mehr ganz so jung ist, gibt es ja hoffentlich auch keine Probleme bei der Narkose. Denn jetzt verstehe ich, warum unser Tierarzt gegen eine zu frühe Kastration ist. Feala wollte erst nicht einschlafen und war dann zu schnell wieder wach. Kleine Kätzchen sind wohl häufiger bei der Dosierung schwierigere Patienten. Aber ich bin doch froh, dass nun alle Drei mit dem Thema nahezu gleichzeitig durch sind und wir dann ab dem frühjahr wieder die Tür zum Garten unbedenklich zumindest am Tag auflassen können. Ich kann mir den Stress mit dem kleinen Draußentier gut vorstellen, wenn die Mädels rausmarschieren und er dann immer noch drinnen bleiben muss.
Ich vermute, auch wenn unsere Mädchen ihre Wunde zur Zeit noch in Ruhe lassen, dass es bei der Toberei, die sie hier jetzt mehrmals am Tag veranstalten auch kleine Hängebäuche gibt. Aber auch wenn Finja das Zeug zum Model hätte, so sind es doch nur graue Katzen, die sich draußen sicherlich im Laufe der Jahre so manchen Kratzer und andere Wunden einfangen werden. Die interessiert doch nicht, dass sie angeblich etwas Besonderes sind ;-) das war bei der Maus so und die Mädchen sind diesbezüglich ähnlich gestrickt …

Dann drück ich mal die Daumen für den 27. - aber bis dahin lesen wir uns ja sicherlich nochmal!