Dienstag, 21. September 2010

Mahlzeit




Foto: S.Schneider


kleines Pflegeheim ...




Foto: S.Schneider


Wieder nur die kleine Gartenrunde


Wie oft und wo das Katertier in den letzten Tagen durch
seinen Garten wanderte, konnte meine Mutter nicht genau
feststellen. Aber heute reichte ihm wieder der kleine Bereich
hinter dem Wintergarten bis zur Birke, wo er sich unter den
Sträuchern und auf dem Rasen längere Zeit aufhielt.

Vielleicht war es am Freitag sein Instinkt, dass es mit ihm
zu Ende gehen könnte. Und der ihn eventuell dazu antrieb noch
einmal ganz andere Bereiche in seinem Garten aufzusuchen.
Denn wer weiß, was das Antibiotikum am Freitagmorgen in
seinem kleinen Körper alles ausgelöst hatte?

Schon am 21. August, als sein geschwächter Körper mit den
Folgen von zu vielen Medikamenten zu kämpfen hatte, war er
permanent damit beschäftigt durch seinen Garten zu streifen,
obwohl es ihm an dem Tag sehr schwer fiel zu gehen ...

Heute dagegen legte er sich ins Gras vor dem Wintergarten,
genoß dort die Sonne und zwei Scheiben Roastbeef.

Bei bei seinen zwei Spaziergängen legte er oftmals
Verschnaufpausen ein, schaute sich dann jedoch immer
mal wieder interessiert im Garten um.

Und diese etwas angestrengte Haltung nimmt er
immer mal wieder für eine Pinkelpause ein.

Was mich nun vollkommen irritiert, ist sein Urintest:
Denn seitdem er am Freitagmorgen zum letzten Mal ein Anti-
biotikum bekam, ist der Blutgehalt im Urin laut Testergebnis,
um eine Stufe zurückgegangen. Aber diesbezüglich macht es
wohl leider keinen Sinn sich Hoffnungen zu machen. Er ist
krank und irgendwann wird seine Krankheit über ihn siegen.
Doch im Moment scheinen ihm seine Gartenspaziergänge,
der Platz auf der Liege im Wintergarten, seine gut gefüllten
Futterschälchen mit Bringdienst und sogar die Wärmflasche auf
seinem Kellerlager noch davon abzuhalten sich aufzugeben ...

Und selbst die Katerwäsche am Abend verlief vollkommen
problemlos, indem er sich mit den Vorderpfoten auf meinem
Arm am Waschbeckenrand festhielt und mit dem Hinterläufen
im Wasser stand. Schon auf dem Schoß zwischen den Hand-
tüchern begann er sich dann gründlich trocken zu putzen.

Fotos: S.Schneider


Freitag, 17. September 2010

Es war ein komisches Gefühl ...



... als Klein Katze gegen 14 Uhr aus dem Wintergarten
nach links abbog, um sich gleich im Rasen vor dem
kleinen Garagenbeet niederzulassen.

Denn als ich frühen Nachmittag ankam, erzählte mir meine Mutter,
dass sie schon einige Zeit zwischen ihren beiden Pflegefällen in
Haus & Garten hin und her pendele. Meine Großmutter war ständig
damit beschäftigt ihre Verbände abzunehmen bzw. sich zu ent-
kleiden, und der Kater wollte nicht allein im Garten sein. Er schaffte
es sogar über die Gartentreppe durchs Wohnzimmer bis zur Küche.
Sein Verhalten kam ihr verändert vor: Er war appetitlos, und sie
hatte das Gefühl, dass ihm das Antibiotikum vom Morgen arg zu-
gesetzt hatte. Sie vermutete sogar, dass er nun doch bald sterben
könnte, da er einerseits durch den Garten streifte, aber anderer-
seits nicht alleine sein wollte.

Vom schattigen Rasen wechselte er bald darauf zur
Vogeltränke in der Nähe des kleinen Teiches. Das ab-
gestandene Regenwasser war anscheinend besonders
lecker, denn dort hielt er sich etwas länger auf.

Irgendwann stand ihm dann wohl auch der Sinn nach
den verschiedenen Wassernäpfen an der Garage.
Seitdem er endlich den Wintergarten als Aufenthaltsort
angenommen hatte, hielt er sich dort kaum noch auf.
Schnell bekam er wieder eine Matte zwischen Gießkanne
und Eimer gelegt, die Behälter wurden mit frischem
Wasser gefüllt und ein kurzer Feuchtfutter-Snack war ihm
dann auch sehr willkommen. Allerdings mehr die cremige,
ungesunde Soße als die kleinen Fleischbröckchen.

Etwa 15 Minuten später lag er am Beetrand, an einer Stelle,
die er noch nie zuvor als Liegeplatz gewählt hatte. Viel-
leicht war es jedoch auch die Sonne, die ihn dorthin lockte.
Und als er bald darauf im Schatten lag, ...

zog er ein paar Meter weiter auf die noch sonnige Rasenfläche.

Einige Zeit war er scheinbar verschwunden, aber als ich ihn
unter dem Hortensienkübel am Haus entdeckte, kam er wenig
später wieder zum Vorschein. Zwischendurch nahm er gern
wieder einen kleinen Stärkungs-Snack und begab sich weiter
auf Wanderschaft.

Dann lag er noch etwas hinter dem Buchsbaum ...

und wenig später vor der kleinen Mauer unter der Weide.
Etwa 1 1/2 Stunden hatte er sich teilweise an ungewöhn-
lichen Plätzen im Garten aufgehalten und kehrte danach
ganz selbstverständlich in den Wintergarten zurück.

Da er auch nach diesem Spaziergang fast nur Fleischsaft
schlabberte und uns wirklich schwächer als in den Tagen
vor dem neuen Antibiotikum vorkam, telefonierte ich mit
seiner Tierärztin. Nach meiner Beschreibung waren wir uns
einig, dass es nicht sinnvoll wäre ihm diese Tabletten
weiter zu verabreichen. Meine Mutter atmete sichtlich auf,
denn er schien sich bei den drei Versuchen mit aller ihm noch
zur Verfügung stehenden Kraft gegen das Mittel zu wehren.

Doch bald nach dem Telefonat brach er nochmals auf, um sich
unter den Blumentöpfen neben dem Wintergarten zu verkriechen.
Dort blieb er jedoch nicht lange und lag plötzlich vollkommen
erschöpft auf der Seite im Rasen. Verängstigt und erleichtert
zugleich setzte ich mich nun neben ihn und streichelte ihn zeit-
weilig. Seine Augen sahen nicht trüb aus, aber etwas Nickhaut
war zu sehen. Die Atmung kam mir verlangsamt vor. Und ich
hatte die Hoffnung, dass sein Ende nun doch nahe sei. Wie er so
da lag, wollte ich ihn nicht hochheben und in den Wintergarten
zurücktragen. Mir kam es so vor, als ob ich dann einen Ablauf
stören würde. Ich weiß nicht mehr, wie lange er so im leicht
feuchten Gras lag, aber das kleine Stehaufmännchen hob irgend-
wann den Kopf und stand bald darauf wieder auf, um sich ein
neues Plätzchen im Garten zu suchen. Aber leider fing es bald
danach an zu regnen, so dass ich ihn in den Wintergarten zurück-
holte. Dort fraß er eine Kleinigkeit und kuschelte sich wieder
auf seine Liege ...

Fotos: S.Schneider



auf seiner Liege



Etwa 8 Stunden nach dem Antibiotikum hatte er
am Nachmittag endlich wieder etwas Appetit.

Und kuschelte sich gleich danach auf sein weiches Lager.

Fotos: S.Schneider



Wie sein Freitag & Samstag verliefen, steht zur Zeit
nur hier ...


Donnerstag, 16. September 2010

Nur noch leicht verkrustet ...



... ist der Augenwinkel der kleinen Katze heute früh.
Der Wind der letzten Tage hatte ihr Auge gereizt. Und
gestern Abend war die Nacht draußen zu lang geworden.
Da war das linke Mauseauge nach der Nachtwanderung
recht feucht. Also gibt es jetzt
wieder 2 oder 3x am Tag
Schüßler-Salze übers Feuchtfutter, damit wir nicht bald
wieder von ihrem Tierarzt
Augentropfen oder sogar
ein Antibiotikum für sie bekommen!

Foto: S.Schneider


Mittwoch, 15. September 2010

Tage oder Wochen?


Diese Frage stellt sich nun nach dem Besuch bei seiner Tierärztin
am Abend. Dass er in den letzten 2 Wochen schwächer geworden
ist, habe wir festgestellt. Doch es ist erstaunlich, dass er immer
noch gut und viel frisst - etwa 300 bis 350g Feuchtfutter bei seinen
ca. 3 Kilo Katergewicht. Dazu kommt seit einigen Tagen nachts
sogar wieder etwas Diabetes-Trockenfutter. Und morgens steht er
erwartungsvoll im Keller, denn er möchte in den Garten.

Kaum war ich gegen Mittag angekommen, kam er auch bald aus
dem Beet hervor. Denn meist bringe ich ja anderes Futter von
meinen grauen Damen mit. Allerdings musste er zwischendurch
eine Pause einlegen, bis er wieder im Wintergarten ankam.

Bevor er sich so gemütlich auf seiner Liege ausstreckte,
konnte ich ihm ein flaches Schälchen unterschieben, um
wieder einen Urintest mit ihm zu machen. Aber leider
bestätigte sich meine Vermutung, dass das Antibiotikum
wohl nicht wirkt. Am Sonntag zeigte der Urin-Teststreifen
Blut an und heute deutete die Färbung auf Hämoglobin hin.

Aber wenigsten mochte er in 2 Etappen noch etwas sehr
saftiges Roastbeef, lag auf dem Boden auf seiner Matte oder
auf der Liege im Wintergarten und schien auch gegen ein
paar Streicheleinheiten nichts zu haben.

Kurz bevor wir zur Tierärztin fuhren, machte er noch einen
kleinen Spaziergang. Dieses Mal sogar zu einem Beet auf der
gegenüberliegenden Seite, wo er sich zwischen die Stauden
legte. Sicherlich wäre er gern noch etwas länger im Garten
geblieben, aber wir hatten die schwache Hoffnung, dass es
noch ein wirkungsvolleres Antibiotikum für ihn gibt. Und da
er in einer Kellernacht ca. 2qm Nachtlager komplett mit Urin
durchfeuchtet, gäbe es ja vielleicht doch eine Behandlungs-
möglichkeit für seine enge Harnröhre.

Die Fahrt zur Tierärztin verlief recht gut und ruhig. Aber im
Laufe der Untersuchung bzw. Behandlung wurde der Termin dann
im wahrsten Sinne des Wortes beschissen für ihn:
Damit er etwas
entspannter auf dem Untersuchungstisch sitzen sollte, wurde zuerst
seine Blase punktiert. Die erste Spritze ließ sich recht problemlos
mit seinem Urin befüllen. Bei der zweiten Spritze presste er jedoch
zeitgleich so sehr mit, dass bald darauf nicht nur Urin an seinem
Hinterteil hinunterlief sondern auch reichlich Kot und später Durch-
fall sein Fell verklebte. Und als er sich immer mehr verkrampfte,
musste sich der arme Kerl auch noch bis zum Mittags-Roastbeef
übergeben. Danach war vorerst keine weitere Untersuchung mehr
möglich, und er bekam ein leichtes Schmerzmittel gegen die
Krämpfe und Vitamine gespritzt.

Die Penisöffnung lässt über den Tag verteilt zwar immer noch
reichlich Urin durch, aber ist winzig klein. Gegen eine Penis-
amputation sprechen nicht nur seine schlechten Nierenwerte
sondern auch seine Diabetes, die eine gute Wundheilung stark
beeinträchtigt. Also ist ihm auf dem Wege leider wirklich
nicht mehr zu helfen.

Schon bei der Ansicht des sterilen Urins war offensichtlich,
dass er noch immer an einer Blasenentzündung leidet. Nur wird
es immer schwieriger noch ein weiteres Antibiotikum gegen
seine entzündeten Harnwege zu finden. Aber das neue Präparat
hat er - soweit meine aufgehobenen Unterlagen reichen - bisher
noch nicht bekommen. Damals bei den 2 oder 3 Struvit-Vorfällen
hatte ich keine Rechnung mit den verabreichten Medikamenten
mitgenommen oder sie irgendwann weggeschmissen. Nun hoffen
wir, dass dieses Mittel wirkt und nicht Erbrechen oder andere
Komplikationen mit sich bringt. Es gäbe es noch die Möglichkeit
eines Antibiotika-Resistenztestes, aber der war in dem Chaos auf
dem Untersuchungstisch leider untergegangen.

Insgesamt hat sich sein Zustand seit dem letzten Besuch ver-
schlechtert. Selbst Herz und Lunge hören sich jetzt nicht mehr
gut an. Aber trotzdem krabbelte er wieder in seine Transport-
schale und machte nicht den Eindruck, dass er sich jetzt schon
aufgeben wollte. Globulis und Salze sollen wir ihm in der Kombi-
nation ruhig weiter geben, da sie ihm nicht schaden können. Da
stimmten
Tierärztin und die mobile Tierheilpraktikerin, die zu
dem Zeitpunkt ebenfalls in der Praxis anwesend war, überein.

Während der Fahrt lag er vollkommen geschafft im Körbchen, war
aber richtig aufgereget, als wir auf dem heimischen Hof ankamen.
Da dem armen Stinktier nun noch ein Fast-Vollbad bevorstand,
brachte ich ihn zur Erholung in den Wintergarten. Dort trank er

dann auch endlich wieder. Das angebotene Wasserschälchen in
der Praxis rührte er trotz aufgeregtem Hecheln nicht an. Nach
einer kleinen Verschnaufpause wanderte er dann zu seinem
früheren Lieblingsplatz an der Garage und verkroch sich etwas
hinter dem Buchsbaum am Weidenstamm. Aber während ich
seinen Waschzuber füllte, kehrte in den Wintergarten zurück.
Das Wannenbad ließ er über sich ergehen. Er scheint den Ablauf
inzwischen zu kennen und blieb einen Moment mit seinen ver-
schmierten Hinterpfoten in der Wanne stehen. Danach wieder
die obligatorische Kuschel- & Trockenzeit und auch die Nacht-
wanderung durfte nicht fehlen. Dann war es wirklich Zeit für
sein warmes Lager. Heute kuschelte er sich mit dem Rücken
sogar an die Wärmflasche und ließ sich etwas zudecken. Mit
der entleerten Blase hat er nun vielleicht mal eine weniger
feuchte Nacht ...

Nach dem heutigen Drama bot seine Tierärztin von sich aus an
Blasenpunktierung etc. lieber als Hausbesuch durchzuführen,
da der Praxisbesuch wirklich zu viel Stress für ihn bedeutet.
Und in dem Zuge klärten wir auch, dass sie zu ihm nach Hause
kommt, wenn er unter all' seinen gesammelten Krankheiten zu
sehr leidet und seinen Kampfgeist irgendwann dabei verliert ...

Auch wenn ich ihm einen weniger unangenehmen Tierarztbesuch
gewünscht hätte, so war es doch gut noch einiges in der Praxis
abzuklären zu können und sogleich ein neues Antibiotikum mit-
zunehmen. Und nun haben wir endlich die Gewissheit, dass ihm
nicht mehr zu helfen ist. Aber vielleicht hat er trotzdem noch
ein paar für ihn wichtige Tage oder Wochen in seinem Garten!?



Nachtrag 16. September 2010:
Das neue Antibiotikum aufgelöst in Wasser und ins Mäulchen
verabreicht schmeckte ihm morgens überhaupt nicht, blieb
aber im Katertier. Nur fressen wollte er bis zum Mittag dann
kaum etwas. Und am Abend würgte er die Medizin so qualvoll
heraus, dass meine Mutter es nicht wagte ihm das Medikament
nochmals zu geben. Dafür hatte er anscheinend einen schönen
Gartentag, denn er war über mehrere Stunden nicht auffindbar
und lag am späten Nachmittag wieder ganz selbstverständlich
auf seiner Liege im Wintergarten.



Nachtrag 17. September 2010:
Mit wesentlich mehr Wasser verdünnt schaffte meine Mutter es
nun doch ihm das Antibiotikum zu verabreichen. Nur befürchte
ich, dass bei dem häufigen Wechsel der Mittel und durch die zeit-
weiligen Pausen nun kaum noch ein Antibiotikum eine Wirkung
bei ihm erzielen kann ...

Fotos: S.Schneider


Dienstag, 14. September 2010

Wenn schon keine Sonne ...



... dann wenigstens Strom am Po!

Während Klein Katze im Bett überwiegend einen Platz
auf der Magnetfelddecke meiner Mutter beanspruchte,
bekommt Allegra anscheinend ein wohliges Gefühl am
Laptop oder auf dem Stromkabel.

Foto: S.Schneider


Montag, 13. September 2010

Genau im Sonnenfleck ...



... hat sich Allegra in der Mittagszeit
einen Platz im Treppenhaus gesucht.


Fotos: S.Schneider


Sonntag, 12. September 2010

Fressen mag er immer noch ...


... solange es nach seinem Geschmack ist:


Dann ist ihm sogar ein kleines Gartenpicknick mit vorheriger
Pinkelpause sehr willkommen. Allerdings werden die Strecken,
die er jetzt zwischen den Stopps zurücklegen kann immer
kürzer. Und sein Rundgang beschränkt sich nun auf den Weg
hinter dem Wintergarten, dann zwischen den Gießkannen hin-
durch zum großen Katzenklo unter den Büschen, entlang der
Grenzen bis zur Mitte des Gartens, dort liegt er unter der
Birke und kehrt zurück. Also spaziert er wohl noch ca. 2 bis
3x täglich durch 1/4 seines Gartens. Oder hat er heute sogar
eine Abkürzung genommen, da ich ihn erschöpft vor dem
Rundbeet rechts der Birke gesehen habe?

Wenn er jedenfalls nach einer längeren Verschnaufpause auf
seine Liege springt und sich so einkuschelt oder ganz entspannt
alle viere von sich streckt, dann sieht er gar nicht krank und am
Ende seiner Kräfte aus. Und wenn er noch dazu ganz tief im
Traumland ist und dabei die weißen Schnurrhaare zucken, dann
ist es immer noch schön 'Kater zu gucken' ...

Wielange das nun noch möglich ist? Sein gestriger Urintest zeigte
jedenfalls noch immer die höchste Stufe von Blut im Urin an. Also
wirkt das Antibiotikum noch nicht oder gar nicht? Auch das stetige
Tröpfeln wird ihn wohl bis ans Ende begleiten. Und auch sonst wird
er jeden Tag weniger Kater ...

Fotos: S.Schneider


Freitag, 10. September 2010

Donnerstag, 9. September 2010

Zeit zum Leben lassen ...



Etwas ging vom Antibiotikum Amoxiclav, das wir in etwas
Wasser aufgelöst ihm ins Mäulchen gespritzt haben heute
daneben. Nun hat der Kater einen rosa Fleck im weißen
Latz. Aber viel wichtiger ist, dass dieses Antibiotikum ihm
nun hoffentlich bei seiner Blasenentzündung hilft. Denn er
hat immer noch reichlich Blut im fast durchsichtigen und
nahezu geruchslosen Urin. Da habe ich mir immer so viele
Gedanken gemacht, wie ich nun möglichst stressfrei eine
Urinprobe von ihm bekomme und habe total übersehen,
dass es jetzt im Liegen gar kein Problem mehr ist. Nun
brauche ich ihm nur noch einen flachen Plastikdeckel von
einem Joghurtbecher unterzuschieben und muss etwas
warten,
bis sich genug Flüssigkeit auf dem Deckel gesammelt
hat. Glücklicherweise zeigte der Combur-9 Test nur sehr
hohe Glukosewerte und Blut im Urin an. Ich bin der Meinung,
beim Tierarztbesuch waren es noch viel mehr Werte, die dort
reagierten. Nun werde ich den Urintest wohl sicherheitshalber
jedes Mal machen, wenn ich zum Kater fahre!

Einerseits bedenklich und andererseits nun typisch:
So nimmt Herr Katze jetzt seine Mahlzeiten ein.

Und danach folgt ein gemütliches Sonnenbad,
so die Sonne mitspielt ...


In der Körperhaltung kommt dann meist etwas mehr Urin
aus ihm raus. Aber er scheint dabei wohl kaum Schmerzen
zu haben, denn häufig sollen Katzen mit Blasenentzündung
beim Urinieren maunzen oder schreien. Oder er hat
inzwischen bei den Mengen resigniert!?


Ist das jetzt die berühmt berüchtigte Sphinx-Haltung,
von der auf dieser
CNI-Seite (Katzen in der Krise - der
Zusammenbruch)
häufiger geschrieben wird? Herr Katze
lag jedenfalls einige Zeit so auf seiner Matte, als er von
seinem Gartenspaziergang in kleinen Etappen wieder

im Wintergarten angekommen war.


Danach machte er es sich allerdings wieder auf seiner Liege
bequem. Nur mochte er heute keine Kuschelkante im Rücken
und lehnte auch die leichte Biberzudecke ab. Ich vermute
inzwischen, dass bei ihm auch der Bluthochdruck eine Rolle
spielt. Doch das wurde bisher noch nie überprüft, sollte aber
beim nächsten Tierarztbesuch dringend kontrolliert werden!


Wie von der Tierärztin vorgeschlagen, gibt es nun mehr Futter-
auswahl, da er wohl doch am Besten weiß, was ihm gut tut und
was sein kleiner Körper braucht. Das Nierenfutter wurde morgens
strikt abgelehnt. Frisch gegarte Pute ging auch gar nicht. Und die

Paste für die Harnwege ist nach ein paar Tagen auch nicht mehr
nach seinem Geschmack. Da ging das ungesunde kleine goldene
Döschen mit Zucker doch schon etwas besser. Aber Herr Katze hatte
heute mehr Lust auf Fleischsaft. Denn von dem Bozita-Pack wurde
die Jelly mit Wasser vermischt gern abgeschlabbert, doch die
Stückchen fanden auch kleingequetscht kaum Anklang im Kater-
maul. Dafür gab es herrlich saftiges Roastbeef. Allerdings mehr

als 2 Scheiben in 3 Snack-Potionen serviert gingen heute auch
nicht rein. Da freuten sich am Abend mal Maus und sogar Allegra!
Insgesamt hat er heute mehr getrunken als gefressen. Doch das
mag auch mit dem Antibiotikum zusammenhängen, das er heute
erst gegen Mittag bekam - sonst wurde es ihm um 8 Uhr morgens
und abends verabreicht. So dass auch sein Gartenspaziergang
heute erst gegen 17 Uhr startete, während er an den anderen
Tagen gegen 14 Uhr aufbrach. Das lässt wohl auf eine schlapp-
machende Wirkung des Antibiotikums schließen. Auch scheint er
in der Zeit unter Appetitlosigkeit zu leiden. Daher wird es nun
wohl mehr ungesunde und zuckerhaltige Kost geben, eh' er sein
Futter ganz verweigert. Aber ab und an werden wir natürlich
weiterhin versuchen ihm verträglichere Kost unterzujubeln ...



Nachtrag 11. September 2010:
Er frisst mäßig und wird auch bei ungesunder Kost immer mäckeliger.
Auch scheint er weniger zu trinken. Allerdings habe ich jetzt gelesen,

wenn ein rasselndes Geräusch beim Schnurren zu hören ist - das war
vorgestern und auch schon früher mal der Fall, dann kann es sein,
dass er nun überhydriert ist. Das könnte mit der unbehandelten
Diabetes zusammenhängen. Welche möglichen Ursachen dafür sonst
noch in Frage kommen könnten, und welche Probleme sich daraus
entwickeln können, möchte ich hier jetzt nicht weiter ausführen.
Denn ich stehe auf dem Standpunkt entweder es reguliert sich von
selbst, oder seine Zeit ist nun doch bald gekommen.

Schön und erschreckend zugleich ist auch, dass meine Mutter ihm
gestern allein ganz problemlos sein Hinterteil im Waschbecken
säubern konnte. Einerseits hat sich sicherlich ihre Beziehung ver-
bessert, aber es zeigt auch, dass er von Tag zu Tag schwächer wird.

Mit seiner Tierärztin hatte ich besprochen, dass ich mich in der
nächsten Woche am Mittwoch bei ihr melde, falls es bis dahin keine
Komplikationen gibt. Ob es dann Sinn macht ihn für ein paar Tests zur
Tierärztin zu bringen: Blutwerte, Blutdruck usw. wird sich in den
nächsten Tagen zeigen ...


Mittwoch, 8. September 2010

Alten- & Krankenpflege



Wie gut, dass wir zufällig diese Wegwerf-Betteinlagen
für meine Großmutter von einer Nachbarin geschenkt
bekommen haben. Eigentlich finden wir es wesentlich
umweltfreundlicher waschbare Matten zu verwenden,
anstatt ständig neuen Müll zu produzieren. Doch da die
4 Matratzenschutz-Auflagen nicht in den Wäschetrockner
dürfen und jetzt im Spätsommer trotz herbstlicher Winde
schon eine sehr lange Trocknungszeit benötigen, ist diese
Papier-Variante mit Folie bisweilen sehr hilfreich. Zumal
es Herr Katze nun binnen weniger Stunden schafft eine
solche Matte komplett zu durchfeuchten.

Foto: S.Schneider



Inzwischen ist es nun schon über 5 Monate her, dass unser
grauer alter Herr zum Pflegefall wurde. Und da sich unter
seinem Geburtstags-Post, in dem ich etwas mehr über sein
Befinden berichtete
, auch viele Gedanken zum Thema Alter,
Pflege & Sterben bzw. 'Erlösen lassen' versammelten, passt
diese amüsante Zukunftsvariante über das würdevolle Altern
wohl nun am Besten hier. Ich entdeckte sie vor einiger Zeit
auf dem Blog
'Glasperlengarten' ...



Und auf der Suche nach möglichen Chancen für unser krankes
Katertier bin ich nun zufällig auf
'Tanyas Informationscentrum
über chronisches Nierenversagen bei Katzen'
gestoßen. Neben
unheimlich vielen Informationen und Behandlungsmöglichkeiten
zu dieser Krankheit gibt es dort auch
einen Bereich, der sich mit
dem Abschied befasst
. Und dort gibt es sehr persönliche Berichte,
wann und wie sich die Wege von Mensch und Katze mit Hilfe
der Tierärzte trennten
.

Nachdem ich viele der Texte dort gelesen habe, wird mir
nochmals bewusst, wie nah unser alter grauer Herr seinem Ende
schon war. Und dass einigen Menschen sein kleines Leben jetzt
wohl schon nicht mehr lebenswert erscheint ...

Aber diese Informations-Seite macht mir andererseits auch
etwas Mut, da er unter CNI wahrscheinlich nicht allzusehr
unter Schmerzen leiden wird. Und solange er noch fressen
mag und sich in seinem Garten oder Wintergarten aufhalten
möchte, ist seine Zeit eventuell noch nicht gekommen ...

Die dort beschriebenen verschiedenen Wege, die das Pflege-
personal und ihre jetzt verstorbenen Katzen gegangen sind,
haben mir gezeigt, dass es noch reichlich Therapiemöglich-
keiten für Klein Katze gäbe, unter denen aber seine kleine
Katzenseele meiner Meinung nach zu sehr leiden würde.

Wir werden wohl morgen die Antibiotika-Behandlung fort-
setzen, in der Hoffnung, dass es seinen Harnwegen noch
etwas Linderung verschafft. Auch werden wir ihm weiterhin
Nieren-Diätfutter anbieten und ihm die 3 Schüßler-Salze sowie
die empfohlenen Globulis über sein Futter geben. Aber mehr
Behandlung erachte ich in seinem Fall nicht mehr als sinnvoll.
Denn das, was ich
hier über eine Penisamputation gelesen habe,
macht mir wenig Hoffnung, dass es ihm danach wirklich besser
gehen könnte ...



Nachtrag Donnerstag 9. September 2010:
Nachdem ich am frühen Morgen mit meiner Mutter telefonierte,
und sie mir berichtete, dass ihr die Streuklumpen in Herrn Katzes
Katzenklo minimal größer vorkommen, entschied ich mich ohne
ihn zur Tierärztin zu fahren und nochmals das Antibiotikum
für ihn zu holen.


Nach dem Waschtag ist vor Waschtag ...



... denn die große blaue Tasche, die da vor der Glasfassade liegt,
ist voller Handtücher von der gestrigen Katerwäsche. Damit meine
Mutter nun nicht jeden Tag wegen ihm Waschtag hat, habe ich die
Katerhandtücher mit zu uns genommen, aber die Tasche über Nacht
schnell vor die Tür gestellt. Doch die riecht so merkwürdig fremd,
dass Allegra den Inhalt nun sehr genau inspizieren muss:








Fotos: S.Schneider



kleine Kompaktkatze



Dabei ist doch noch gar nicht Winter! Aber unsere kleine Maus
hat in den letzten Monaten nochmals kräftig zugelegt. Dabei
gibt es jetzt doch wegen Allegras Diabetes fast nur noch Light-
Trockenfutter und Feuchtfutter-Sorten ohne Zucker und mit
möglichst wenig Getreide. Doch unsere Maus füllt ihren Spät-
sommerpelz trotzdem immer besser aus. Oder hat sie in der
Nachbarschaft
eine Imbissbude gefunden, wo es spannende und
gehaltvolle Leckerlis für sie gibt? Leider mag sie auch gar nicht
mehr so oft in den Garten gehen und zieht ihren Liegeplatz auf
dem Plüschkissen unter der 100 Watt Glühlampe vor. Alters-
erscheinung oder bekommen wir nun ein drittes krankes Kätzchen?
Das werden wir lieber im Oktober mal genauer überprüfen lassen ...

Foto: S.Schneider


Dienstag, 7. September 2010

Ach Kater!



Als ich heute gegen Mittag ankam, lag er wieder an der Schiebetür
an seinen Näpfen und freute sich über eine Portion normales Katzen-
futter, das ich seit Bekanntwerden seiner Diabetes aussortiert hatte.
Inzwischen hängt er mit seinem Mäulchen so sehr im Napf, dass er
ein richtiges Schlabbermaul hat. Aber da er es anschließend genauso
in seine Wasserschale taucht, wird es auch bald wieder sauber.
Vorbei die Zeiten, wo Wassernapf und Futterschälchen getrennt
stehen mussten. Seit seiner Diabetes-Erkrankung können sie nun
nicht dicht genug beeinanderstehen!

Und dann traute ich wenig später meinen Augen nicht: Die Tür zum
Wintergarten bleibt offen, wenn ich bei ihm im Garten bin. Wenig
später erhob sich das Katertier von seiner durchfeuchteten Liege-
matte mit integriertem Futterplatz und wanderte schnurstracks und
relativ aufrecht aus dem Wintergarten über den Rasen zu seinem
Katzenklo zwischen den Blumenkübeln.

War das wirklich der Kater, von dem ich eben der Tierärztin
am Telefon berichtet hatte, dass ich bis jetzt keine Wirkung des
Antibiotikums bemerken konnte? Und der immer wackeliger auf
den Beinen wird, aber wohl trotzdem noch nicht aufgeben mag
und immer noch mäßig frisst.

Er verschwand im Beet. Und wenig später konnte ich ihn weiter
hinten unter den Sträuchern beobachten, wie er interessiert nach-
schaute,
was sich so in Nachbars Garten tat. Bald darauf lag er
wieder an einer an deren Stelle. Ich hörte sogar ein Spitzmäuschen
pipsen, aber dem hatte er wohl nicht nachgestellt.


Jedenfalls erschien er irgendwann wieder auf dem Rasen.

Und sein Hinterteil war für die letzte Katerwäsche am
Sonntagabend für seine Umstände erstaunlich gut gepflegt.

Er hielt sich noch einige Zeit auf dem Rasen auf, bekam
dort sein Roastbeef im Liegen serviert. Und zwischendurch
sah man ihm an, dass diese Liegewiese mit integriertem
Katzenklo für ihn wesentlich bequemer und trockener war.


Doch dann wollte er zurück in den Wintergarten.
Allerdings nicht ohne eine weitere Katzenwäsche!


Und da ihn wohl schon wieder seine Blase quälte, blieb sein
Hinterteil noch einige Zeit vor der Matte. Später stellten wir
fest, dass sich in der Rinne der Schiebetür Urin gesammelt
hatte. Und das war nicht das erste Mal!


Etwas fressen und noch etwas Fleischsaft schlabbern. Danach
war er dann aber doch so erschöpft vom Spaziergang und der
Körperpflege, dass er an seinen Näpfen liegen blieb. Ganz
ungewöhnlich war, dass er sich zum Schlafen mit der Vorder-
pfote am Wassernapf festhielt.


Schon bald war es ihm auf der Matte wahrscheinlich wieder
zu feucht und es gab wohl noch etwas mehr Flüssigkeit, die
er loswerden wollte. Zuerst setzte er sich sogar aufrecht ins
Wintergarten-Klo, sackte dann aber dort wieder zusammen.
Im Liegen scheint es für ihn weniger beschwerlich zu sein.

Danach zog er es vor wieder einige Zeit auf dem zum Glück
trockenen Rasen in unserer Nähe zu liegen.

Bevor er den Wintergarten betrat, benutzte er nochmals die
Schiene der Schiebetür als Katzenklo. Anscheinend hat er
festgestellt, dass das eine für ihn angenehmere Art ist seinen
tröpfelnden Urin loszuwerden.


Fast ohne Anstrengung sprang er auf die Gartenliege, putzte
sich gründlich und kuschelte sich ein. Gegen das Biberbett-
laken im Rücken hatte er nichts einzuwenden.

So verging der Tag mit Schlafen, Dösen, Feuchtfutter-Portionen
und Roastbeef-Snacks, einigen kurzen Spaziergängen und reichlich
feuchten Stellen auf den Liegeflächen.

Abends wurde es merklich kühler, aber klein Katze schien die
Nacht zu locken. Kurz vor 20 Uhr erhob er sich von der Liege
und legte sich nochmals auf den Rasen. Und während ich sein
Wannenbad im Wintergarten vorbereitete, spazierte noch
etwas durch die Beete. Aber anscheinend war wieder ein Klo-
besuch erforderlich, denn danach kam er geradewegs aus dem
Beet zur Treppe, um ins Haus zu gehen. Dort wurde er nun
von meiner Mutter abgefangen, denn er sollte heute mal wieder
sauber in sein Bett! Wesentlich kraftvoller als am Sonntag ver-
suchte er über meinen Rücken zu flüchten, um dem Wasser am
Hinterteil zu entkommen. Aber für einen kurzen Moment schafften
wir es doch die Hinterläufe und den Katerpo inklusive Schwanz
ins Wasser zu tauchen. Und dann ging es ganz schnell wieder zum
Trockenlegen und Kuscheln ins Handtuch. Wird das nun alle paar
Tage ein Abendritual, bevor der Kater in sein Kellerbett darf?
Glücklicherweise haben wir im Wintergarten noch den Kamin,
mit dem wir den Raum zumindest in der Überganzszeit noch etwas
beheizen könnten. Denn mit der kleinen Wäschewanne auf dem
Gartentisch lässt sich so eine Teilwäsche inzwischen recht gut
bewerkstelligen. Das soll jetzt jedoch nicht heißen, dass dies ein
Dauerzustand bleiben soll. Spätestens im Spätherbst wäre es für
Herrn Katze bestimmt sehr unangenehm.

Obwohl in der Nachbarschaft - 5 Häuser weiter, eine Katzen-
dame wohnt, die nach einem Unfall, bei der sie ihren Schwanz
verlor, selbst mit fellfreiem Hinterteil im Winter zu uns in den
Garten kam. Auch sie tröpfelt wohl seit der OP/Unfall permanent
und scheint sich mit diesem Zustand erstaunlich gut arrangiert
zu haben. Jedenfalls ist sie kaum im Haus zu halten. Macht aber
immer noch einen sehr aufgeweckten Eindruck. Nur ist sie um
einiges jünger als unser grauer Herr ...

Nach der Trocknungzeit auf dem Arm kam die inzwischen obli-
gatorische Nachtwanderung durch den Garten, bei der Herr Katze
nun anscheinend den Blick von oben in die Beete genießt. Als er
unruhiger wurde, ging es in den Keller auf die saubere Matte zu
seiner Wärmflasche. Inzwischen scheint er wieder etwas wärmere
Orte zu bevorzugen. Jedenfalls konnten wir in letzter Zeit kaum
noch beobachten, dass er sich auf die kalten Fliesen legt. Dort
angekommen, wurde zuerst der Durst gestillt und dann der Hunger.
Und während ich ihm etwas frische Pute garte, war sein Liege-
platz schon wieder feucht. Steter Tropfen leert die Blase ...
Inzwischen hat meine Mutter festgestellt, dass die feuchten Stellen
auf der Matte von der Küchenrolle zwar aufgesogen werden, aber
das Hinterteil trotzdem feucht bleibt. Daher schieben wir ihm
nun zusätzlich Waschlappen unter das Hinterteil auf die feuchte
Stelle, die den Bereich schneller trocken legen. Wenn er nun
selbst noch mehr nachputzt, dann wird sein Fell auch weniger
durch den Urin in Mitleidenschaft gezogen. Und inzwischen
konnten wir auch schon häufiger beobachten, dass er sich auf
der Seite liegend mit den Hinterläufen abstößt, um sich mit
wenig Aufwand von einer feuchten Stelle zu entfernen.

Auf jeden Fall nehme ich nach diesen Beobachtungen mit dem
Hinterteil auf dem Rasen oder auf den Steinen, wo er im Liegen
uriniert, der Rinne vor dem Wintergarten und dem Abstoßen auf
der Liegematte meine Behauptung zurück, dass er an Altersdemenz
leidet. Wenn er nicht zu schwach ist, versucht er sich ständig
sauber zu halten und möglichst oft alle ihm als Katzenklo zur
Verfügung stehenden Orte aufzusuchen. Inzwischen vermute ich
eher, dass ihn das Schmerzmittel, das wir ihm leider auf Anraten
seiner Tierärztinnen seit Ende März viel zu oft gegeben haben,
ihn gerade in letzter Zeit 'zugedröhnt' hat. Und aller Wahrschein-
lichkeit nach auch noch seine Nieren zusätzlich belastet hat ...

Heute machte er jedenfalls einen wesentlich besseren Eindruck
als am Sonntag. War das nun nur ein kurzes Aufblühen? Oder ist
er durch das Antibiotikum nun doch auf dem Wege der Besserung,
so dass es Sinn macht über die Beseitigung seines 'Engpasses' nach-
zudenken? Je nachdem, wie es ihm morgen und am Donnerstag
geht, werde ich ihm vielleicht nochmals das Antibiotikum
besorgen oder ihn seiner Tierärztin vorstellen.

Fotos: S.Schneider