Dienstag, 31. August 2010

Vielleicht war es ja ein großer Fehler ...


... meine Mutter gegen 9 Uhr zu bitten das Katertier in den Garten
zu lassen. Denn, während bei uns in Hannover der Regen der ver-
gangenen Nacht schon etwas abgetrocknet war, war der braun-
schweiger Schattengarten auch noch gegen 12 Uhr recht feucht.
Doch heute sollte ein wärmerer und regenfreier Tag sein, und da
ich nun doch vorhabe, ihn einem weiteren Tierarzt vorzustellen,
ist das vielleicht sein letzter Gartentag ...

Als ich ankam, war Herr Katze unauffindbar, obwohl er sich kurz
zuvor noch in der Nähe meiner Mutter aufhielt. Allerdings hatten
die Fliegen ihn schon so sehr attakiert, dass es unter den Büschen
vielleicht etwas fliegenärmer zuging. Ich entschied mich dann
lieber zuerst zur Fleischtheke zu gehen, damit er vielleicht beim
Rascheln der Tüte aus dem Beet hervorkommen würde.

Auf das Rausbringen des Geschirrs in den Wintergarten reagierte
er dieses Mal nicht, aber meine Mutter entdeckte ihn bald darauf
an einem neuen Liegeplatz in einem Sonnenflitz im Beet. Und
wenig später kam er zum Trinken zum Vorschein. Leider hatte
mich ausgerechnet heute die Fleischtheke total im Stich gelassen.
Und für einen unauffindbaren Kater wollte ich noch kein frisches
Hühnchen garen. Also gab es nur frisches Feuchtfutter mit einer
Salzmischung. Mir erschien er ungewöhnlich appetitlos. Aber das
lag vielleicht auch daran, dass sein Hinterteil total vom Urin durch-
feuchtet war, die Fliegen auf ihm herumkrabbelten und reichlich
Mulch im Fell klebte. Beim genaueren Hinschauen stellte ich fest,
dass die Fliegen bereits wieder Eier in seinem Fell gelegt hatten.

Also war er jetzt dran: Zuerst habe ich die Fliegeneier - bestimmt
8 Nester mit mindestens je 10 Eiern - mit einem Flohkamm entfernt
und dann wieder vorsichtig versucht ihn mit etwas Shampoo und
einem Waschlappen zu säubern. Aber heute entschieden wir uns
sein Hinterteil ganz in eine Wanne zu stellen. Denn inzwischen wird
sein Fell immer weniger und die verklebten Fellreste lassen sich
kaum noch säubern. Nach einigen Strampelübungen und kläglichem
Protestmaunzen gemischt mit etwas Knurren, ließ er sogar das
über sich ergehen.

Danach kam er in frische Handücher ...

und lag in der Sonne im Arm meiner Mutter.

Erschöpft schlief er dort sogar ein Weilchen.

Doch geschlossene Türen sind für ihn fast unerträglich, so dass
wir ihn bald darauf wieder in den Garten lassen mussten. Aber
zuvor bekam er noch ein Spot-on Mittel in den Nacken, das ihn
eventuell etwas vor den Fliegenangriffen schützt. Trotz dieser
Behandlung blieb er in der Nähe und nahm nun sogar anstatt
seinem
Wachholderbett die Inkontinenzmatte zwischen den
Wasserbehältern an.


Nur leider befinden sich alle Trinkgefäße im kühlen Schatten.

Daher holte ich nun die gelbe Partyglühlampe in den Garten. Denn
bei dem Telefonat mit der
Tierheilpraktikerin empfahl sie mir, ihm
zusätzlich gelbes Licht anzubieten. Leider waren es nur 40 statt der
60 Watt, die ihn nun von oben in seiner Garagenecke bestrahlten.

Unsere Maus liebt es ja sogar von 100 Watt Glühlampen auf ihrem
Kissen gewärmt zu werden
. Aber wie ich auf der Fahrt nach Braun-
schweig im Radio hörte, habe ich wieder einen sehr wichtigen
Termin verpasst: Denn heute ist der letzte Tag, an dem die 75 Watt
Glühlampe verkauft wurde. Unsere leistungsstarken Glühlampen-
Vorräte müssen wir nun wohl zukünftig für die Maus reservieren
und selbst mit weniger Lichtstärke vorlieb nehmen!


Ob es nun wirklich das gelbe Licht war, das ihn
dazu brachte sich von allen Seiten das Hinterteil
bestrahlen zu lassen, ...


oder ob es die wohlige Wärme war, die von
der Glühlampe ausging, vermag ich nicht zu
beurteilen. Auf jeden Fall blieb er dort liegen,
schlief noch einige Zeit ganz entspannt und ...

fraß unter dem Licht auch gern ein Schälchen
warmes Hähnchenfleisch mit dem Globuli-Mix.

Bald darauf wurde es im Garten so kalt, dass es Zeit wurde
ihn ins Haus zu bringen. Aber schon wieder war sein Fell feucht
und mit einigen Fliegeneier-Nestern bestückt. Wir kämmten und
wuschen ihn nochmals leicht im Wintergarten und und setzen ihn
anschließend noch etwas ans Wohnzimmerfenster. Die angebotene
Wärmflasche lehnte er ab. Aber vielleicht war sie ihm beim Nach-
bzw. Trockenputzen auch hinderlich. Kaum sauber, trocken und
nahezu geruchsfrei, war seine Matte am Fenster schon wieder
total durchfeuchtet. Und auf dem Weg zur Kellertür hinterließ er
auch noch 2 kleinere Pfützen.

Im Keller angekommen hatte er auf
seinem Krankenlager im
blauen Licht
erstaunlich guten Appetit. Legte sich etwas hin,
pendelte immer wieder zwischen Liegematte & Katzenklo
und nahm reichlich Feuchtfutter mit Salzmischungen zu sich.

Aber dieser Zustand ist meiner Mutter auf Dauer nicht zumutbar.
Schließlich gibt es auch noch meine pflegebedürftige 103-jährige
Großmutter im Haus, die sie allein versorgt. Und klein Katze kann
nicht überwiegend im Keller eingesperrt sein. Außerdem sind
binnen weniger Stunden sein Krankenlager, der Weg zum Wasser-
napf und zum Klo total mit Urin getränkt. Und im feuchten Fell
kleben die kleinen Catsan-Ultra-Streukügelchen - leider
akzeptiert er kein anderes Katzenstreu ...

Die Tierheilpraktikerin hat mir eine Tierärztin empfohlen,
zu der Klein Katze leider mindestens 20 Minuten Autofahrt
ertragen müsste. Ob ihm dort noch geholfen werden kann?

Fotos: S.Schneider



Samstag, 28. August 2010

gestern & heute ...


...durfte das Katertier zwischen den Regenschauern
kurz in den Garten. Während er gestern noch so
schwach war, dass er sich recht schnell wieder
ins Haus tragen ließ, war er heute vor diesem Foto
bereits 1 Stunde im Garten:

Die Garten-Feuchtigkeit wird seinen Harnwegen sicherlich
wieder schaden, aber für sein seelisches Wohlbefinden ist
es die beste Medizin. Außerdem schmeckt es draußen viel
besser, denn auch dieses Schälchen war gut mit Feuchtfutter
und warmem Wasser gefüllt. Trotzdem trank er danach noch
reichlich frisches Wasser aus seinem Eimer und der Gießkanne.

Leider kam ich nicht rechtzeitig dazu ihm auch für sein
Hinterteil eine neue Wachholderauflage von den Immer-
grünen zu schneiden. Dafür lag er zu schnell wieder auf
seinem Lieblingsplatz. Die Zweige im Garten waren aber
zum Glück durch den Wind so gut getrocknet, dass eine
neue grüne Lage unter dem Bauch ihn im Garagenbeet
etwas vor der Nässe schützen konnte.


So liegt er auf jeden Fall glücklicher und besser, als im blauen
Licht des Kellers. Denn auch die Tierheilpraktikerin und seine
Tierärztinnen sind der Meinung, dass sich Tageslicht und die
grüne vertraute Umgebung positiver auf sein Wohlbefinden
auswirken, als wenn er zum Schutz gegen seinen Willen im Haus
eingesperrt wird.


Außerdem ist es für sein empfindliches Näschen auch ganz wohltuend,
wenn er nicht ständig seinen eigenen Uringeruch um sich hat. Seine
drei Katzenklos versucht er häufiger aufzusuchen, erreicht sie
aber oftmals nicht rechtzeitig, und für die geringen Tropfmengen
reichen sie nicht aus. Denn 1x benutzt und verschmutzt, mag er sie
nicht mehr betreten. Und auf der Seite liegend scheint er überhaupt
keine Kontrolle mehr über seine Blase zu haben. Daher sind seine
Auflagen innerhalb weniger Stunden komplett feucht. Es ist schade,
dass das Wetter es zur Zeit überhaupt nicht gut mit ihm meint ...

Aber wenigstens konnte in der Zeit seines Gartenaufenthaltes der
Keller gut durchlüften, und endlich mal wieder die Waschmaschine
und der Trockner laufen, denn die Geräusche diese beiden Geräte
mag er überhaupt nicht.

Wenn er da so friedlich liegt, teilweise in den Garten schaut und
immer noch sehr gerne frisst, dann ist es schwer vorstellbar, dass er
ganz schön wackelig auf den Beinen ist, und selbst an regnerischen
Tagen sein ganzes Hinterteil die Fliegen magisch anzieht. Als dann
schon wieder eine dicke dunkle Regenwolke von Westen am Himmel
erschien, entschieden wir uns, dass es jetzt Zeit für den Kater-
Waschtag wäre. Ein klein wenig durfte er noch geschützt unter dem
immergrünen Geißblatt im Regen bleiben, aber dann wollte ich ihn
vorsichtig hinter den Vorderpfoten hochnehmen und ins Haus tragen.
Fehlanzeige: Ich musste ihn laut anschreien, damit sich seine Zähne
wieder aus meiner Hand lösten. Die nächste Zeit verbrachten wir dann
erst einmal damit die 5 Bisse bzw. Abdrücke seiner Zähne in meiner
rechten Hand zu reinigen und zu desinfizieren. Wahrscheinlich hatte
er einfach Angst, dass es wieder zum Tierarzt gehen könnte. Denn,
dass ich etwas mit ihm vorhatte, das spürte er sicherlich!

Also wieder mit den dicken rot-gelben Lederhandschuhen ausgestattet
zurück in den Garten und den Kater gepackt. So ganz wohl war mir bei
der Waschung nicht, denn schließlich hätte er meine Mutter, die ihn
nur in diversen Handtüchern festhielt, auch jederzeit beißen können.
Aber es ging gut aus. Allerdings fühlte ich mich einen Moment lang an
Filme mit zu wickelnden Babys erinnert, als ein ganz kleiner feiner
warmer Strahl durch mein Gesicht zog, obwohl ich recht weit vom
Hinterteil des Katertiers entfernt war. Bald darauf in ein trockenes
Handtuch gewickelt, genoss er es noch ein Weilchen wie ein Baby
im Arm meiner Mutter geschaukelt zu werden.


Danach durfte er wieder ins Wohnzimmer auf den eigens für ihn
auslegten Teppichrest vor dem Gartenfenster. Von der Wäsche
seines Hinterteils war er sogar so erschöpft, dass er einige Zeit
an der Wärmflasche liegen blieb. Leider meidet er ansonsten
noch immer die Wärme ...


Aber, als er sich etwas erholt hatte, wurde nachgeputzt.
Selbst am Donnerstag konnten wir beobachten, dass er sich
wieder etwas mehr mit seiner Fellpflege beschäftigt.


Und am Kopf ist sein Fell noch erstaunlich weich und gar
nicht struppig, so wie man es von einem alten geschwächten
Tier erwarten würde. Wenn er nicht dieses Harnwegsproblem
hätte, dann könnte man zeitweilig glauben, er sei auf dem
Wege der Besserung ...

Nach einiger Zeit begab er sich auf den Weg zum Keller, wurde
hinuntergebracht, und legte sich dort erschöpft vom Tag auf
sein frisch ausgelegtes Krankenlager. Doch wenig später erschien
er plötzlich im Flur. Er hatte es irgendwie geschafft allein die
Kellertreppe hinaufzuklettern. So viel Kampfgeist wurde dann nach
einer Verschnaufpause noch mit einem kleinen Gartenspaziergang
belohnt. Allerdings nur gut eingewickelt und mit Blick von oben in
seine Beete. Danach schlief er bis zum späten Abend recht friedlich
auf seiner Matte im Wohnzimmer, bis er sein Köpfchen hob, und
ich ihn zurück in den Keller brachte.

Nach diesem Tag haben wir ihm das Wasserschälchen mit den
Bachblüten, die ihm das Sterben erleichtern sollen, nun vorerst
weggenommen. Und stattdessen seine Schüßler-Salze um ein
weiteres Salz gegen die Blasenentzündung erweitert. Aber auch
die Salze gegen Diabetes behalten wir bei. Denn die Salz-Kombi-
nationen schlabbert er noch immer sehr gern vom Feuchtfutter.
Auch die 2 verschiedenen Globulis, die die Tierheilpraktikerin
empfahl, verschwinden anstandlos in etwas Wasser aufgelöst und
oben auf das Feuchfutter geträufelt im Katermäulchen. Morgen
bekommt er seine letzte Antibiotika-Tablette, die aber leider
wohl kaum zur Verbesserung seiner Harnwegsprobleme beige-
tragen hat. Sollte sich sein Zustand jetzt nicht wieder ehrheblich
verschlechtern, werde ich ihn wohl in der nächsten Woche doch
noch einem anderen Tierarzt vorstellen. Auch wenn ihm dann
wieder viel Stress, neue Blutuntersuchungen und Ultraschall bzw.
Röntgen bevorstehen werden ...

Fotos: S.Schneider


morgens auf dem feuchten Steg




Foto: W.Hein


Donnerstag, 26. August 2010

Bis gegen 3 Uhr früh der Regen einsetzte ...


... verbrachte Herr Katze den Mittwoch vom frühen Morgen an
noch in seinem Garten. Allerdings bewegte er sich kaum noch.
Nur zum Fressen kam er hervor und lag sonst überwiegend
zwischen Fuchsientopf und Gießkanne im windgeschützen
Garagenbeet. Gegen Mitternacht, als meine Mutter nochmals
nach ihm schaute, saß er sogar wieder an der Rasenkante und
wartete, wie in den letzten Wochen üblich, dort auf sein Futter.
Auch diese Mahlzeit durfte er unter freiem Himmel einnehmen.

Aber bei den schlechten Wetterprognosen mit Starkregen-
Ankündigung hatte meine Mutter bereits am Mittwochabend
sicherheitshalber wieder sein Kellerzimmer in der kleinen
Waschküche eingerichtet.

Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte er dort im Keller
eingesperrt wesentlich besser überstanden. Denn die schnell von
einer alten Partybeleuchtung hervorgeholte blaue Glühlampe,
hatte tatsächlich eine beruhigende Wirkung auf das Katertier.
Diesen kleinen Tipp am Rande erhielten wir am Samstag noch
von der Tierheilpraktikerin, die auch
Farblicht-Therapie
für Tiere
anbietet.

Aber trotzdem war der Kater verstört, als er nun mitten in der
Nacht wieder in den Keller sollte. Mit total verklebtem Hinterteil,
bestückt mit einer Nacktschnecke und einem Regenwurm im Fell,
versuchte meine Mutter ihn notdürftig zu reinigen. Teilweise ließ
er sich sogar auf den Arm nehmen, aber nach über einer Stunde
war es nun mehr als an der Zeit endlich wieder ins Bett zu gehen.



Mein Dienstagabend bestand daraus Allegra zu kraulen und im
Internet noch nach irgendwelchen Lösungen zu suchen, die
Herrn Katze Linderung bei seinen Harnwegsproblemen verschaffen
könnten. Denn auch der Versuch mit dem 3. Antibiotikum (seit
Sonntag in Tablettenform) bringt keine Besserung mit sich. Seine
Harn tritt weiterhin im Liegen nur tröpfchenweise aus - über den
Tag verteilt ist es jedoch immer noch eine erstaunliche Menge.
Und im Katzenklo bietet sich
das vertraute Bild, dass wir von früher
kennen, als er wegen
Harngieß schon 2x mit einem Antibiotikum
behandelt werden musste. Allerdings im Gegensatz zu früher findet
sich kein Blut im Urin, er schreit nicht im Katzenklo, er bleibt in der
Nähe, scheint keine Schmerzen zu haben, wenn wir
ihn im hinteren
Bereich streicheln oder anfassen und hat immer noch guten Appetit.
Zu dem Thema Harnwegsprobleme habe ich dann noch diese Seite
bei
Wikipedia gefunden, eine Informations-Seite eines Tierarztes
und
seine Behandlungsmethode an einem Fallbeispiel. Um diese
Prozedur ist unser Kater jedoch bisher immer herum gekommen,
da wir ihm seit dem letzten Vorfall neben reichlich mit Wasser
verdünntem Feuchtfutter nur noch verschiedene harnansäuernde
Trockenfutter zur Vorbeugung gegen Struvitsteine gaben. Anderes
Trockenfutter, das er viel lieber mochte, bekam er nur noch als
'Bonbonration' aus dem Futtervorrat von Maus & Allegra. Doch seit-
dem er seit Ende März mit seinem entzündeten Maul zu kämpfen
hatte, machte ihm das Fressen allgemein keinen Spass mehr und
Trockenfutter stand fast gar nicht mehr auf seinem Speiseplan. Zu
dem Zeitpunkt war die Devise: Hauptsache er frißt - egal was ...

Und als es ihm allmählich besser ging, beim Tierarzt durch einen
Test ausgeschlossen wurde, dass er Katzenaids hat, konnte er Ende
April dann endlich seine 2-Montas-Cortison-Spritze bekommen, die
ihm dann hoffentlich den Tierarztbesuch 2x pro Woche ersparen
sollte. Leider hieß es damals nur, dass die Tierärtztin Bedenken
hätte ihm diese Langzeit-Spritze zu geben, wenn er jünger wäre.
Aber bei einem so alten Tier würde das nicht viel ausmachen. Den
Hinweis, dass er dadurch eventuell Diabetes bekommen könnte,
habe ich leider nicht erhalten. Ich habe mir eben noch einmal
den
Nachtrag über das Befinden von Klein Katze im Post vom 11. Mai
2010
angesehen und bin im Nachhinein nur noch sprachlos ...
Denn erst durch Allegra mussten wir uns ja nun plötzlich im Mai
mit dem Thema Diabetes auseinandersetzen und waren bis dahin
vollkommen ahnungslos. Gut war, dass unser Tierarzt Allegra gleich
beim ersten Verdacht auf Diabetes das Medizinalfutter von Royal
Canin empfahl und uns sicherheitshalber Tabletten gegen Harnwegs-
infektion und zur Stärkung der Blasenschleimhaut mitgab, die wir
ihr als 3-wöchige Kur eingeben sollten.
Spätestens in dem Moment,
als ich mit dem armen katzenklo-geplagten Kater bei seiner Tier-
ärtzin war, hätte sie uns ebenfalls ein Medikament zum Schutz
der Harnwege empfehlen können ...

Aber es kam ja noch extemer: Denn als ich bald darauf Allegras Urin-
Teststreifen mit zum Kater nach Braunschweig nahm, bestätigte
sich mein Diabetes-Verdacht. Also wurde ein Termin zur Blutabnahme
inklusive Schilddrüsentest vereinbart, und meine Befüchtung wurde
jetzt endlich bestätigt. Zwar lag der Fructosaminwert bei Klein Katze
im Gegensatz zu Allegra etwas tiefer, aber auch viel zu hoch. Doch
aus den schon mehrfach hier geschilderten Gründen, entschied ich
mich gegen die Insulin-Behandlung. Fragte aber zur Sicherheit nach
einem Mittel zum Schutz der Harnwege. Da Allegras Tierarzt auch
nach ihrer 3-wöchigen Kur uns zustimmte, dass ihr ab und an eine
Tablette zur Vorbeugung gegen Harnwegsinfektion auf jeden Fall
nicht schaden könnte. Denn ihre Trinkmenge liegt trotz Insulin zeit-
weilig bei einem 1/2 Liter pro Tag. Und bei Klein Katze scheinen
es ähnliche oder sogar größere Mengen zu sein. Außerdem trinkt er
auch sehr gern
Blumenlimonade. Also blieben seine Harnwege unbe-
handelt. Aus heutiger Sicht neben der Langzeit-Cortison-Spritze
noch ein sehr großer zusätzlicher Fehler, der ihn jetzt wohl noch
früher als seine Diabetes-Erkrankung das Leben kosten wird ...

Denn je mehr ich am Dienstagabend zu dem Thema im Internet
fand, umso mehr musste ich feststellen, dass jeder Versuch ihn jetzt
noch retten zu wollen, wohl eine sehr schmerzhafte Prozedur für ihn
werden würde, die ohne Narkose bzw. eine sehr hohe Dosierung an
Schmerzmitteln nicht möglich ist. Da sein Zustand ohnehin schon
schlecht ist, denn dass hat uns ja der Samstag gezeigt, als er sich
erst gegen 20 Uhr von der zusätzlichen Schmerzmitteleingabe der
Tierärztin vom Freitagmittag allmählich erholt hatte. Gut, es mag
auch der ganze Medikamenten-Mix gewesen sein, der ihn nach dem
Tierarztbesuch fast 34 Stunden appetitlos werden ließ. Aber nach so
einem medizinischen Eingriff könnte ich ihn bestimmt nicht gleich
wieder mit zurück in sein Zuhause nehmen. Ich gehe davon aus,
da er ohnehin Fremden gegenüber sehr ängstlich ist, dass er sich
dann aufgeben würde, um jämmerlich und allein in einem warmen
Käfig in einer fremden Umgebung zu sterben bzw. dort dann auch
noch erlöst werden müsste.

Außerdem stellte ich fest, dass das Futter für eine diabetische
Katze eine andere Zusammensetzung benötigt, als für einen Kater,
der an Harnwegsproblemen bzw. Struvitsteinen leidet. Aber mit
diesen Feinheiten werden wir uns leider erst jetzt genauer aus-
einandersetzen, da bei Allegras erster Urinprobe auch Struvitsteine
im Harn festgestellt wurden. Daher bekommt sie schon seit einiger
Zeit Klein Katzes altes Spezialfutter als 'Bonbons' angeboten, damit
ihr Harn etwas angesäuert wird..



Als meine Mutter und ich heute am frühen Morgen miteinander
telefonierten, war ihre Tendenz sehr groß ihn endlich 'erlösen'
zu lassen. Wenig später rief ich sie daraufhin nochmals an, um sie
zu bitten, ihm ein zusätzliches Schälchen mit Wasser und den
Bachblüten hinzustellen, die ihm eventuell die letzten Stunden
erleichtern
können. Und, falls er es sich doch anders überlegt, und
nun endlich bereit wäre für die Heilung seiner Harnwege die so
wichtige Wärme anzunehmen, sollte sie ihm eine Wärmflasche
auf seine große Schlafdecke legen. Denn das Merkwürdige ist, dass
er immer noch Appetit hat und gerne die Schüßler-Salz-Mischung
mit reichlich warmem Wasser im Feuchtfutterschälchen annimmt.
Aber das liegt wahrscheinlich auch an der Kombination Diabetes und
Harnwegsinfektion. Denn inzwischen kann er wieder sehr schlecht
gehen und muss sich nach ein paar Schritten erschöpft hinsetzen.
Aber nach dem sehr hilfreichen Text zu den
5 Phasen des Sterbens
(Sterbebegleitung)
befindet er sich wohl irgendwo zwischen der
ersten und zweiten Sterbephase. Zur Zeit bekommt er kein Schmerz-
mittel mehr - nur 2 Tabletten pro Tag vom Salz Nr. 7. Er scheint aber
auch kaum Schmerzen zu haben ...

Die Versorgung unserer beiden Katzendamen in Hannover hatte
leider dann doch wieder etwas länger gedauert, so dass ich erst kurz
vor Mittag beim Kellerkater in Braunschweig ankam. Das restliche
Schälchen Feuchtfutter aus dem Sortiment unserer Damen, das ich
ihm mitbrachte, gefiel ihm wieder. Obwohl der kleine Katerbauch
seit 6 Uhr früh schon in mehreren Etappen gut mit Feuchtfutter
und Schüßler-Salzen gefüllt war. Ob er nun von dem Bachblüten-
wasser getrunken hatte, war nicht festzustellen. Aber wenn er fraß
oder so auf seiner Matte lag, machte er nur einen geschwächten
aber noch keinen apathischen Einsdruck. Nur mit dem Gehen wollte
es jetzt wieder nicht mehr so ganz klappen. Der kurze Weg zum
Katzenklo war beschwerlich und teilweise hatte er Mühe sich auf
den Beinen zu halten. Als er auf seinen Liegeplatz zurückkehrte,
legte er sich mit den Hinterläufen sogar etwas an die noch lau-
warme Wärmflasche.

So ließ ich ihn dann im Keller zurück, um trotz der sehr geringen
Hoffnung nun doch die von der Tierheilpraktikerin empfohlenen
Globulis zu holen, die vielleicht seine geschwächten Körper-
funktionen nochmals mobilisieren können.

Als ich zurückkam, entschied ich mich die Tür zur Waschküche
aufzulassen, damit er nicht weiter das Gefühl des Eingesperrt-Seins
ertragen musste. Bald darauf versuchte er dann sogar die Keller-
treppe hinaufzuklettern, scheiterte aber schon an der dritten Stufe.
Ich nahm ihn mit hoch und setze ihn an sein Gartenfenster. Draußen
goß es in Strömen. Nein, das Wetter meinte es nicht gut mit ihm.
Schnell holten wir eine der Inkontinenzeinlage, damit er sich vom
Fenster aus zumindest seinen Garten schauen konnte. Aber er war
ruhelos und ging ein paar Schritte, setzte sich hin oder lag auf der
Seite und verlor überall einige Tropfen Urin. Wahrscheinlich wollte
er nun versuchen aus der Haustür in den Garten zu gelangen.

In dem Zustand konnten wir ihn jedoch nicht allein im Wohnraum
lassen, denn jedes Mal, wenn wir ihm eilig ein Tuch unterschoben,
rutschte er mit dem Hintern ein Stück vor und der Urin landete im
Teppich. Schnell holte ich noch einen großes altes Teppichstück
ans Fenster und stellte ihm dort sogar eines seiner Katzenklos auf.
Aber er wollte einfach nicht in dem Bereich bleiben. Da es ohnehin
Zeit für sein Antbiotikum war, entschieden wir uns, es ihm nun zu
verabreichen. Bald darauf machte er selbst Anstalten wieder in
den Keller zu gehen, und ich brachte ihn hinunter. Wahrschein-
lich war es unsinnig ihm etwa 2 Stunden später schon die Globulis
in Wasser aufgelöst zu geben. Aber schließlich stand ja auch noch
die Katerwäsche mit auf dem Tagesprogramm.

Zwischendurch entschied ich mich doch noch eine Kleinigkeit
gegen seine Harnwegsprobleme zu unternehmen und fuhr los,
um ihm ein spezielles Struvit-Feuchtfutter zu besorgen. Beim
Tierarzt hätte ich sicherlich eine harnansäuernde Paste bekommen
können. Die hatte er jedenfalls damals, vor einigen Jahren, als er
noch in einer anderen Tierarztpraxis wegen der Stuvitsteine in
Behandlung war, bekommen. Doch diese Paste nahm er schon damals
nur widerwillig. Und irgendwann war sie gar nicht mehr in das Kater-
tier hineinzubekommen. Daher entschied ich mich nun für das Feucht-
futter zur Vorbeugung gegen Struvit, da er die Diabetes-Variante des
Herstellers ab und an ganz gerne nahm. Beim genaueren Blick auf die
Zusammensetzung wurde wirklich
klar, dass Harnwegsprobleme und
Diabetes sich in der Zusammensetzung erheblich unterscheiden. Ich
nahm unter diesen Umständen 3x Struvit & 1x Diabetes und fand dann
sogar noch eine Paste mit Cranberries, zur Vorbeugung gegen Harn-
gries. Und der Kater war begeistert von seinem neuen Struvitfutter
mit einem Streifen der neuen Paste!

Als er wenig später im Keller wieder versuchte die Kellertreppe
hinaufzukommen, entschieden wir uns, dass jetzt Waschzeit wäre.
Liebend gern hätten wir ihn mit dem Hinterteil in einen Bottich
gesetzt, denn dass Fell lässt sich mit einem Waschlappen kaum
noch richtig reinigen. Aber das wäre zu viel für ihn gewesen. Aber
zwischendurch schien er sogar die Kuschelnähe etwas zu genießen.
Als er etwas trockener war, hofften wir, dass er nun an seinem
Fensterplatz bleiben würde. Doch ihn rief der Garten.

Da ich bisweilen unsere Maus an regnerischen Tagen auf den Arm
nehme und in den Regen halte, entschied ich mich das nun auch
mit dem Katertier zu tun. Zum Glück haben wir zufällig einige
von diesen Inkontinenz-Betteinlagen im Haus, da eine Nachbarin sie
nicht mehr benötigte, und sie sie uns eigentlich für meine Großmutter
geschenkt hatte. Aber nun sind sie für das Katertier sehr hilfreich!
Also habe ich eine frische Einlage über das Katertier gelegt, ihn
damit hochgenommen und dann wie ein Baby auf dem Arm in die
Decke gewickelt. So konnte sein Fell sogar noch etwas trocknen. Und
dann wir gingen in den Regen.

Unser Kater Bibi hatte damals das Glück, dass sein letzter Tag trocken
und nicht zu kalt war. Er konnte sein Haus an dem Wintertag sogar
in Etappen noch allein umrunden ...

Bei Klein Katze musste ich nun Angst haben, dass er sich irgendwo
unter den nassen Büschen verkriecht. Aber ihm schien der Regen auf
meinem Arm nichts auszumachen und blieb erstaunlich ruhig. Wir
gingen von Beet zu Beet. Vielleicht stellte er fest, dass es wirklich
zu nass für ihn war. Er schien es zum ersten Mal anscheinend fast
zu genießen getragen zu werden. Aber irgendwann war es genug.

Dann brachte ich ihn auch in mein Zimmer - jetzt Dekolager,
wo er noch vor einigen Monaten immer gern zwischen all' den
Kartons gelegen hatte. Aber auch dort wollte er sich jetzt nicht
mehr aufhalten. Also war auch dieser Raum mit dem alten Teppich
keine Alternative, um ihn von seinem Kellerdasein zu befreien.

Ich brachte ihn wieder ins Wohnzimmer und bald darauf, als er
nochmals gern das neue Futter mit Paste gefressen hatte, legte er
sich ans Fenster. Irgendwann schlief er dort dann sogar dicht an ein
Handtuch gekuschelt unter seinem Katzengras ein. Leider hätte ich
zu dem Zeitpunkt nur noch ein Foto von ihm machen können, wenn
ich alles verfügbare elektrische Licht auf ihn gerichtet hätte. Er sah
recht friedlich aus, wie er da so unter seinem Gras schlief.

Ich fühlte mich an Bibi erinnert, der nach seinem Spaziergang ums
Haus seinen letzten Tag auf der Decke im Wohnzimmer verschlief,
und den ich dann abends in den Keller bringen musste, da er nicht
allein im Haus sein sollte. Am nächsten Morgen lag er tot im Keller ...

Irgendwie hofften meine Mutter und ich, dass er nun dort einfach
nicht mehr aufwachen würde. Aber es war schon spät. Und meine
Damen warteten Zuhause auf mich. Draußen war Aquaplaning auf
den Straßen, und meine Mutter war geschafft von der Nacht zuvor.
Ich fuhr durch das Unwetter nach Hause, und das Katertier schlief
noch etwas in Gesellschaft meiner Mutter im Wohnzimmer. Als ich
endlich Zuhause ankam, war der Kater zwischendurch aufgewacht
und wollte in seinen Keller.



Nachtrag:
Er scheint die Nacht recht gut im blauen Licht geschlafen zu haben,
hat immer noch Appetit, hat sein Antibitiokum heute etwas früher
erhalten, bekommt eine Wärmflasche und wenn er mag, dann darf er
wohl am Nachmittag wieder hinter dem Fenster auf dem alten Teppich
liegen und in seinen so geliebten aber feucht-kalten Garten schauen.
Nur alleine kann man ihn dort leider nicht mehr sitzen lassen ...

Fotos: S.Schneider


Mittwoch, 25. August 2010

Kuschelzeit im Garten



Jetzt macht es sich bemerkbar, dass ich in letzter Zeit
viel zu selten Zuhause bin. Als ich mich trotz recht
heftigem Wind mit einem Kaffee vor die Treppenhaus-
fassade setze, erschien bald darauf die schöne Katz',
setzte sich ganz selbstverständlich auf meinen Kuschel-
rock und genoß eine Kaffeepause lang den erhöhten
Gartenausblick mit Krauleffekt ...

Foto: S.Schneider


Dienstag, 24. August 2010

Jedenfalls kann er wieder kraftvoll zubeißen!


Auch wenn Herr Katze auf diesem Foto von
heute um 10 Uhr noch gar nicht so aussieht:

Da musste ich ihm nämlich noch das Futterschälchen vor die Pfoten
in das kleine Garagenbeet stellen. Denn er war nicht dazu bereit oder
vielleicht auch kaum in der Lage aufzustehen. Ganz schön schwierig
so unter dem bruchempfindlichen Fuchsientopf festzustellen, ob der,
mit der Tierärztin am Sonntag vereinbarte Termin um 11.30 Uhr nun
dringend erforderlich, sinnvoll oder einfach so dazwischen ist, dass
es besser wäre ihn zu verschieben. Denn nach den Angaben meiner
Mutter, die ihn auch in dieser Nacht nochmals in der kleinen Keller-
Waschküche eingesperrt hatte, konnte er nun wieder etwas besser
gehen, hatte aber wenig Appetit und machte noch immer einen
sehr erschöpften Eindruck.

Was aber nach der vergangenen Horror-Woche mit ihm auch kein
Wunder ist! Doch diese 5 Posts mit den Irrungen & Wirrungen der
letzten Tage sind noch im Entstehen. Ich bekomme allmählich den
Ablauf wieder zusammen, aber immer wieder fallen mir dazu noch
einige Details ein, die mir persönlich sehr wichtig sind. Denn all'
das, was seit Dienstag letzter Woche mit klein Katze geschehen
ist, hätte uns auch bei Maus oder Allegra erwischen können. Gut,
jetzt vielleicht nicht mehr in dieser extremen Form, aber da
jede Katze eine andere Krankengeschichte hat, wird auch jede
Situation anders ausfallen. Und wenn dann ausgerechnet noch
die ihn zuletzt behandelnde Tierärztin im Urlaub ist ...

Seit einer Woche wurde nun vermehrt über das 'Erlösen lassen'
gesprochen und nachgedacht. Und ich bin mir fast sicher, wenn
zwischen Hannover & Braunschweig nicht 70 Kilometer Fahrt
und dementsprechend fast 1 Stunde Zeit zum Nachdenken liegen
würden, dann würde sich der Kater jetzt schon seit 3 Tagen an
einer ganz anderen Stelle im Garten befinden ...

Das aus Hannover mitgebrachte Feuchtfutter von Maus & Allegra
schien ihm jedenfalls auch heute zu schmecken. Und mit einer
zweiten Futterportion konnte ich ihn dann so weit aus dem Beet
hervorlocken, dass ich meinen Augen kaum traute: Zwar immer
noch sehr wackelig auf den Beinen, aber längst nicht mehr so
'tiefergelegt' kam er vorsichtig hervor. Ich hatte am Sonntag
wirklich die Hoffnung aufgegeben, dass er jemals wieder einiger-
maßen normal gehen könnte. Und nach dem sonntäglichen kurzen
Gespräch mit der Tierärztin war ich mir ziemlich sicher, dass
seine unbehandelte Diabetes nun zu weit aus schlimmeren Folgen
von
Neuropathie geführt hatte, als wir es bei Allegra bisher zu
sehen bekamen. Allerdings bin ich immer noch der Meinung, dass
der 'Medizin-Coctail' der letzten Tage den entscheidenden Kick
gegeben hat. Und hoffe, dass die Nerven seiner Hinterläufe nun
dadurch nicht dauerhaft geschädigt sind.

Jedenfalls blieb er sogar einige Zeit auf dem Rasen sitzen, ohne
sich gleich wieder unter die Büschen zu verkriechen. Ich möchte
behaupten, er befindet sich irgendwie wirklich 'dazwischen'.
Auf jeden Fall ist es nach seinem Kampfgeist der letzten Tage
noch zu früh um ihn Einschläfern lassen. Und im Moment scheint
er sich auch noch so für das Leben entschieden zu haben, dass ich
eine weitere Gabe von 'Entscheidungstropfen' nicht als sinnvoll
erachte. Aber nach meinem Empfinden ist es jetzt noch zu früh,
um nun gleich herauszufinden zu wollen, warum er nur noch
tröpfchenweise am Besten auf der Seite liegend urinieren kann,
bzw. unter Anstregung nur einen sehr dünnen Strahl hervorbringt.
Denn allmählich müsste sich nach den Versuchen mit inzwischen
drei verschiedenen Antibiotika seit letzter Woche Dienstag seine
'Blasenentzündung' doch etwas bessern!? Seine Tierärztin schlug
bereits am Freitag vor seine Blase zu röntgen, um Gewißheit zu
haben. Aber nach den Erfahrugen mit unserer Diabetes-Allgera
bei der
'Hauptuntersuchung' im Mai, die sie ganz schön umgehauen
hatte, vermute ich, dass auch die leichteste Betäubung für aussage-
fähige Röntgenbilder bei klein Katze einen noch größeren Schaden
anrichten könnte. Daher sagte ich den Tierarzt-Termin für heute
ab und hoffe nun, dass das neue Antibiotikum, dass er jetzt täglich
als Tablette bekommen soll, seine Harnwegs-Probleme doch
noch lindern kann ...

Am Wochenende war er noch nicht einmal für das saftige und
extra für ihn gekaufte Roastbeef zu begeistern. Aber heute kam
er dafür sogar wieder mit in den Wintergarten, als er merkte,
dass ich mit der Aufschnitt-Tüte raschelte. Recht schnell und
voller Freude verschwanden die vier viel zu dünnen Scheiben im
Katermäulchen. Wie hatte ich diesen Moment vermißt, als er
sich am Samstag appetitlos abwendete, und sogar ein Stückchen
Aufschnitt unbeachtet auf seiner Pfote liegen blieb.

Danach legte er sich etwas entspannter an seine Gießkanne und
schlief ein Weilchen. Ob ihn die leicht veränderte Schüßler-
Salzmischung im Futter etwas ruhiger werden ließ? Das Schmerz-
mittel hatten wir ihm auf Empfehlung von Frau Lips -
der mobilen
Tierheilpraktikerin in Braunschweig
- seit Samstag früh nicht mehr
gegeben. Aber nun musste ja doch bald mal die Antibiotika-Tablette
in das Katertier! Die erste Tablette hatte er anstandlos Sonntag
Nacht mit dem Futter aufgenommen. Die gestrige wurde jedoch
schon mehrfach aussortiert. Und nun versuchten wir es aufgelöst
in etwas Wasser mit einer kleinen Spritze, die irgendwie ins Kater-
maul musste. Ein paar Stunden später kam er uns wieder leicht
verändert vor: Er kauerte wieder viel mehr im Beet. Doch da es
bald darauf noch etwas Roastbeef für ihn gab - sogar dickere
Scheiben, die ich extra nochmals aus dem Supermarkt holte,
weckte das wohl etwas seine Lebensgeister!

Doch eine weitaus schwierigere Behandlung musste nun auch
noch heute durchgeführt werden: 1ml Vitamin B12 musste zusätzlich
geschluckt werden, und sein Hinterteil & die Hinterläufe konnte nach
der Fliegenattacke vom Sonntag nicht länger ungewaschen bleiben.
Also wurde alles im Wintergarten vorbereitet. Und als ich ihn dann
kurz nach 18 Uhr aus dem Garagenbeet hochnehmen wollte, da wurde
fast so kraftvoll zugebissen, wie im März, als er sich nach der Blut-
abnahme weigerte für die Behandlung nochmals aus dem Weiden-
körbchen hervorzukommen. Nun musste ersteinmal meine Wunde
gereinigt werden. Und danach, mit noch immer blutender Hand,
aber durch feste Lederhandschuhe geschützt, kam Herr Katze auf
den Schoß meiner Mutter. Die gelb-färbende Dosis Vitamin B12
verschwand auch heute überwiegend im Kater und nicht wie am
Sonntag um das Maul herum, auf unseren Händen und der Kleidung!
Doch das Waschen war eine sehr lange, und für ihn fürchterlich
stressige Prozedur, während der Panik-Urin nur so aus ihm hervor-
quoll. Ganz sauber war er nicht zu bekommen. Das hätte zu lange
gedauert und sein Fell wäre dann auch viel zu feucht gewesen, um
ihn nach einiger Zeit wieder in den Garten entlassen zu können.
Zum Glück konnten wir ihm die Trocknungszeit noch mit etwas
Roastbeef verkürzen.


Aber danach brauchte er ersteinmal ganz viel Wasser!

Das ist ein richtiger Teufelskreis: Er ist gestresst, seine
Blutzuckerwerte steigen, daher hat er wesentlich mehr
Durst, das Wasser muss nun tröpfchenweise wieder aus
ihm raus, das verschmutzt sein Fell und er muss deswegen
gewaschen werden ...

Aber trotzdem bin ich etwas zuversichtlicher, dass wir ihm
die nächsten Tage doch wieder etwas angenehmer gestalten
können. Zumindest nimmt er die neuen Beetauflagen aus frisch
geschnittenem Wachholder an manchen Liegeplätzen unter den
Sträucher an. Denn leider ist er wohl häufig so erschöpft oder
schon so senil, dass er den Liegeplatz als Katzenklo benutzt und
sich dort wenig später hineinlegt. Da wäre es schon praktisch,
wenn es nachwachsende Rohstoffe im Garten gibt, mit denen
wir ihm häufiger einen frischen Schlafplatz auslegen könnten!

Und wieviel Lebensqualität ihm nun bleibt, hängt wahrscheinlich
auch ganz extrem vom Wetter der nächsten Tage ab. Denn leider
lehnt er ja die meisten unserer Wetterschutz-Ideen ab ...


Fotos: S.Schneider



Montag, 23. August 2010

Endlich mal wieder Gesellschaft!



Da liegt Allegra doch gleich viel lieber und wesentlich
entspannter auf dem Bett. Und außerdem genießt es
die Katz', wenn der Strom vom Laptop an ist ...


Fotos: S.Schneider


Donnerstag, 19. August 2010

Mittwoch, 18. August 2010

Mäuschen im Totholz am Haus?



Jetzt ahne ich, warum Allegra morgens und abends stundenlang
am geöffneten Küchenfenster sitzen und interessiert nach unten
schauen kann. Hier zwischen den Ästen am Haussockel scheinen
sich Mäuschen recht sicher zu fühlen. Das musste sich Katz' nun
genauer anschauen, als mal wieder die Tür zum Hof offen stand.

Foto: S.Schneider


Kaum ausgepackt ...

hat Katz' schon wieder das Papier entdeckt:


Foto: S.Schneider


Montag, 16. August 2010

Bett lüften kommt später ...



So schnell ist das Bettzeug gar nicht abzuziehen,
wie Katz' dann gleich darauf Platz nimmt und sich
ganz zufrieden ausstreckt.

Foto: S.Schneider


Samstag, 14. August 2010

Total verpennt



Heute vor 9 Jahren sah unsere kleine Maus
so aus
und wurde noch Mascha genannt ...

Foto: S.Schneider


Freitag, 13. August 2010

Heute vor 16 Jahren ...


... hatte sich Wolfgang verliebt:

Und zwar in den winzigen fast 11 Wochen alten Kater, der immer
nur mit erhobenem Schwänzchen hinter einem Sofa verschwand.
Ab und an konnten wir das Katzenkind ganz kurz hervorlocken
und ihn erahnen, aber näheren Kontakt hatten wir damals in dem
Kennenlern-Wohnzimmer nicht zu ihm. Trotzdem war Wolfgang
der Meinung, dass er genau der richtige für meine Großmutter
und meine Mutter sei. Und wenn nicht, dann würde er ihn sehr
gerne behalten!

Aus heutiger Sicht hätten wir ihn damals nicht mitnehmen sollen.
Denn ein so ängstliches Katzenkind wird wohl kaum irgendwann
im Leben seine Scheu verlieren. Jedenfalls hat er uns das in den
letzten 16 Jahren bewiesen. Aber trotzdem möchten wir die Zeit
mit ihm nicht missen.

Und hier sind die ersten Babybilder von ihm, als wir nach etwa
einer 3/4 Stunde Fahrt aus Winsen an der Aller mit dem kleinen
Kerl, und seiner noch schnell vor 13 Uhr in einem Celler Super-
markt und Zoohandel erworbenen Katzenkind-Erstausstattung,
in unserer Wohnung in Hannover ankamen ...


graue Maus auf grauem Kissen



Meist kommt unsere Maus total übermüdet aus dem Garten.
Ohne sich zu putzen knallt sie sich dann auf ihr Plüschkissen,
um sogleich einzuschlafen. Da ist es gut, dass dieses Kissen
in der Kleiderkammer so schön grau ist ...

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 12. August 2010

Gutes oder schlechtes Zeichen?



Draußen ist es fürchterlich nass. Aber Klein Katze zieht es
trotzdem vor in seiner 'Katzenhöhle' am Hof unter dem Taxus
zu bleiben. Als ich die Haustür öffnete, und er plötzlich so
unentschlossen im Regen stand, trug ich ihn unter leichtem
Protest ins Haus, trocknete etwas sein Fell und gab ihm Futter.
Danach trottete er zur Gartentür und blickte hinaus. Als ich
jedoch mit der Kamera näher kam, flüchtete er vor mir in das
nahegelegene Beet. Und kam erst sehr viel später für kurze Zeit
freiwillig ins Haus. Lag es nun daran, dass es heute außnahms-
weise mal keinen frischen Aufschnitt von mir gab? Hatte ihn
das Schmerzmittel gelassener gemacht, und die nachlassende
Wirkung ließ ihn nun wieder ängstlicher werden - typisch Klein
Katze? Denn früher war er eigentlich fast immer vor mir auf der
Flucht. Oder zumindest sehr, sehr vorsichtig in meiner Nähe.
So vorsichtig, dass er teilweise erst abends ganz schnell zum
Fressen ins Haus kam, wenn mein Auto nicht mehr auf dem Hof
stand! Hat er jetzt wieder Angst vor mir, da ihn das Auto zum
Tierarzt bringen könnte? Und ist diese Angst bei ihm vielleicht
sogar berechtigt, da es ihm wieder schlechter geht, und wir
es nur noch nicht merken sollen?

Jedenfalls sah er so pitsche-patsche-nass ganz schön erbärmlich
aus. Und wir wären froh gewesen, wenn er im Haus geschlafen
hätte. Aber er wollte immer wieder raus in seinen Garten ...

Foto: S.Schneider


Nachtrag:
Das heißt aber nicht, dass er nicht doch ab und an einige
Stunden im Haus schläft. Nur danach möchte er seit einiger
Zeit auch nachts wieder raus. Wahrscheinlich ist ihm sein
großes Gartenklo viel lieber als seine drei kleinen Kisten im
Keller. Daher werden wir ihm nun eine große flache Wanne
in die Waschküche stellen. Denn auch Allegra scheint mit den
kleinen Katzenkisten nicht mehr so gut zurecht zu kommen.
Häufiger sind bei ihr die Randbereiche überschwemmt. Aber
im Gegensatz zu dem Herrn Kater ist sie leider eine richtige
Hausdame, der etwas mehr Garten gut tun würde!


Mittwoch, 11. August 2010

am Kuschelband



Die Deko-Bänder fixieren nicht nur die Fleecedecken
auf den Kissen. Unsere Katz' braucht sie auch häufiger,
um sich
festzuhalten, anzukuscheln oder zum Spielen.

Foto: S.Schneider


Dienstag, 10. August 2010

Katerprofil ...



Da zeigt sich, dass in ihm doch etwas Perser steckt.

Foto: S.Schneider


ganz entspannt ...




Foto: S.Schneider


und ganz nah ...




Foto: S.Schneider


Heute geht es ihm wohl etwas besser ...






Jedenfalls liegt er wieder häufiger auf dem Rasen,
und wird im Moment auch kaum noch
von den Fliegen
heimgesucht
. Vielleicht hat die Katerwäsche ihm ja
wirklich geholfen! Und seitdem er nun einen Teil der
Nacht nach eigenem Belieben im Garten verbringen
kann und sich sogar mit der feuchtigkeitsabweisenden
Einlage auf dem Bett angefreundet hat, ist er auch
nicht mehr
so müde. Das Schmerzmittel ist seit
2 Tagen aufgebraucht, und zur Zeit scheint er es
nicht mehr zu benötigen ...

Fotos: S.Schneider


Gibt's was schönes zum Frühstück?



Eine kleine Maus wäre jetzt jedenfalls bereit
für ein Stückchen Putenaufschnitt oder Käse ...

Foto: S.Schneider


Auf der Schwelle




Foto: S.Schneider


Sonntag, 8. August 2010

Hoch oben ...



Auf diesen begehrten Hochsitz kommt Allegra
leider nicht alleine. Würde sie aber sehr gerne!

Denn da oben in 1,7m Höhe ist eine frisch gewaschene Steppdecke
zwischengelagert. Und da wir zur Zeit einfach nicht dazu kommen
unsere Schränke umzusortieren, ist die Decke nun in ein Biberbett-
laken gehüllt, und die Katz' wird in das Schrankfach gesetzt. Dort
schläft sie gern ein Weilchen. Nur den Sprung rüber zum Betthaupt,
den möchten wir ihr jetzt nicht mehr zumuten. Also bleiben wir so
lange im Raum, bis sie wieder aufwacht und hinunter möchte. Daher
bleibt es ein ganz besonderer Platz im Schrank - manchmal,
so als kleine Entschädigung nach der Insulin-Dosis ...

Fotos: S.Schneider


Draußen ist es grau ...



... zu grau für diese Katze!

Foto: S.Schneider


Samstag, 7. August 2010

Meine weiße Welt



Ein besonders kuscheliger und ganz entspannter Moment
im Leben einer Hauskatze ...

Foto: S.Schneider


Beobachtungsposten




Foto: S.Schneider


Duft oder besondere Markierung?




Foto: W.Hein


Donnerstag, 5. August 2010

Eingang zur Katzenhöhle



Durch das Gitter und dann links an Taxus vorbei. Da am Hof
zwischen Cotenaster und Taxus
kann das Katertier ungestört
schlafen und wartet dann in der Nacht oder am frühen Morgen
darauf, dass sich die Haustür öffnet. Selbst bei Regen liegt er
dort unter der immergrünen Bepflanzung recht geschützt.

Als er wieder zum Vorschein kam, und außerdem ein Regen-
schauer drohte, war es an Zeit das Leichtgewicht zu schnappen
und ins Bad zu tragen. Mit feuchtem Waschlappen, etwas Katzen-
shampoo und warmem Wasser zum Nachspülen ließ sich sein
Fell etwas säubern. Ihn ins Waschbecken zu stellen und am Besten
anschließend noch mit der Dusche abbrausen, das wäre zu viel für
den alten Herrn gewesen. Vielleicht war es Panik oder wieder
die entspanntere Liegeposition auf dem Schoß, die dann kurz
bevor das Katertier gesäubert war, zu einem feuchtwarmen
Gefühl auf dem Hosenbein meiner Mutter führte. Einigermaßen
trockengerubbelt marschierte das Katertier dann sogleich in den
Keller zum Katzenklo und setzte nacheinander unter Anstrengung
noch 3 kleine Häufchen Urin im Katzenklo ab. Auch der Durchfall
scheint vorerst überstanden zu sein. Erstaunlich war auch, dass
er teilweise wieder verscharrte. Denn sowohl Allegra als auch er
verlassen seit ihrer Diabetes-Erkrankung häufiger ihr Klo danach
unbeachtet und sehr schnell. Es scheint wohl damit zusammen-
zuhängen, wie unangenehm oder sogar schmerzhaft so ein
Katzenklo-Besuch für sie verläuft ...

Zur Entschädigung gab es dann noch die letzte der 4 Scheiben
Roastbeef, und etwas Feuchtfutter passte sogar auch noch in
den kleinen Katermagen. Inzwischen benötigt er wirklich etwa
alle 2 bis 4 Stunden eine kleine Portion Futter. Auch das ist so
eine Gemeinsamkeit, die Allegra und er schon als Katzenkinder
hatten und nie ablegten: Viele kleine Snacks und Portionen über
den Tag verteilt. Und seit ihrer Erkrankung haben beide die
Intervalle nochmals verkürzt. Ob nun mit gespritztem Insulin
und Diabetes-Trockenfutter behandelt, wie bei Allegra. Oder nur
unterstützend mit Schüssler-Salzen und Spezialtrockenfutter,
das Herr Katze aber nur selten frisst.

Sicherlich wäre es auch für das Katertier besser ihm Insulin
zu geben. Aber er weigert sich standhaft eine Urinprobe im
fast katzenstreulosen Klo abzugeben, so dass ein Glucosetest
bei ihm Zuhause unmöglich ist ohne ihn stundenlang im Keller
einzusperren. Dieser Stress würde dann sogleich wieder seine
Diabetes-Werte erhöhen. Und ihm ohne Kontrollen 2x täglich
Tabletten einzugeben, dass könnte bei ihm auch schnell zur
Unterzuckerung führen. Abgesehen von dem Stress, den meine
Mutter und das Katertier dann bei der Tabletteneingabe hätten.
Denn inzwischen versucht er sich mittags schon der
Schmerz-
mitteleingabe
durch einen sehr langen Gartenaufenthalt
zu entziehen ...

Foto: S.Schneider


so müde



Das Katerzimmer im Wintergarten scheint ihm leider nicht zu
gefallen. Dort sind kaum grau-weiße Haare auf den Flächen zu
entdecken. Er scheint es weiterhin vorzuziehen versteckt unter
den Sträuchern im Mulch zu schlafen. Inzwischen geht es ihm
aber etwas besser. Und er kam sogar ab und an wieder
ins Haus
um dort einige Stunden am Abend oder in den frühen Morgen-
stunden zu schlafen. Nur scheint er jetzt leider tatsächlich
inkontinent zu sein. Seine bis jetzt nur mit Schüßler-Salzen und
Spezialfutter behandelte Diabetes-Erkrankung macht ihn fürchter-
lich durstig, und wenn er ganz entspannt und ausgestreckt liegt,
dann entleert sich für ihn unbemerkt seine übervolle Blase. So
geschehen am Mittwochmorgen im Bett. Nun bekommt auch das
Katertier feuchtigkeitsabweisende Betteinlagen unter seine
Schlafplätze. Nur tragisch, dass sich ausgerechnet jetzt der
Wäschetrockner verabschiedet hat, und das Ersatzteil wohl
noch einige Zeit auf sich warten lässt ...

Foto: S.Schneider