Mittwoch, 14. April 2010

Etwas besser ...



... geht es dem Kater nach der Intensiv-Behandlung der
letzten Wochen. Inzwischen kommt er sogar mal wieder
ab und an in seinen Lieblingssessel an der Heizung.

Zeitweilig bekam er täglich ein Schmerzmittel, und beim
Tierarztbesuch (alle 2 bis 4 Tage) gab es dann 2 Spritzen
und eine Infusion. Wir sind nun schon Stammgäste in der
Praxis. Da wäre regelmäßig impfen lassen einfacher und
wesenlich günstiger gewesen! Leider bessert
sich der
Zustand seines entzündeten Mauls nur sehr langsam. Die
stark gerötete Zunge sieht immer noch wie abrasiert aus.
Und häufig blutet das Mäulchen beim Fressen. Da ist es
kein Wunder, dass es kaum ein Futter gibt, das ihn trotz
Schmerzmitteln verlocken kann. Selbst bei dem kleinsten
Stückchen vom frischen Roastbeef-Aufschnitt überlegt er
lange, ob er es wirklich schlucken soll. Und das Kauen fällt
ihm sehr schwer. Pro Tag sind höchstens 100g Feuchtfutter
oder Leckereien in das Katertier hineinzubekommen. Selbst
der Bringdienst ins Bett mit einem 3 Gängemenue aus
Feuchtfutter, Katzenmilch und gekochtem Huhn auf dem
Tablett serviert, ist nicht immer erfolgreich. Futterkosten,
was ist das? Jede neue Futtersorte ist einen Versuch Wert.
Dazu Futtertests mit Thunfisch natur aus der Dose, Lachs
oder gekochter Hähnchenleber. All' das ist immer noch
billiger - und vor allem für die Beteiligten stressfreier als
eine Infusion beim Tierarzt!

Doch seine Furcht ist groß, dass es gleich wieder ein
Schmerzmittel ins Mäulchen geben könnte oder aber mittels
kleiner Spritze die Aufbau-'Astronauten'-Nahrung eingeflößt
wird. Daher verkriecht er sich meist in die letzten Ecken
des Hauses - spätestens, wenn mein Auto auf den Hof fährt,
mit dem es vielleicht wieder zum Tierarzt geht! Selbst
das Parken auf der Straße hilft nichts mehr.

Auch der Hausarrest ist leider noch nicht vorbei. Denn
solange das Maul nicht ausgeheilt ist, könnte er andere Katzen
eventuell mit seinen Katzenschnupfen-Viren anstecken. Woher
er die wohl hat? In der Nachbarschaft sind keine Katzen daran
erkrankt. Allerdings besteht jetzt sogar der Verdacht auf Katzen-
aids. Und wenn die Behandlung nicht bald anschlägt, sollte
ein Aidstest gemacht werden...

Schlimm ist, dass meine Mutter nun 2 Pflegefälle im Haus hat:
Nicht nur meine 103-jährige demente & bettlägerige Großmutter,
sondern auch das betagte, fast 16-jährige und bisweilen leider
sehr beißwütige Katertier.

Foto: S.Schneider


Kommentare:

schweizergarten.blogspot.com hat gesagt…

Ich selber habe auch einen Kater mit chronischem Katzenschnupfen (Bauernhofkatze). Alle Antibiotikakuren beim TA haben nix genützt. Kurze Zeit später war wieder heftiges schleimen, Niesen, geröteter Mund an der Tagesordnung. Nun behandle ich ihn selber homöopathisch und seither ist er ziemlich stabil. Wenn es wieder ausbricht (in immer seltenern Abständen) gehe ich immer gleich vor:
2 x täglich für 10-15 Min.) inhalieren mit Thymian, Salbei oder Kamillentee
und die auf ihn abgestimmten Globulis. Echinacea kriegt er zur Immunstärkung eh jeden Tag ins Trinkwasser. Ich kann dir nur das Buch "Unsere Katze - gesund durch Homöopathie" empfehlen. Die Wirkung ist erstaunlich und mein Kater - glaubt nicht daran *zwinker*
LG Carmen

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Carmen
Das Buch habe ich seit ein paar Tagen auch schon auf der Wunschliste.
Das Büchlein 'Bachblüten für Katzen' haben wir schon, nur bei der 2. Anwendung der Rescue-Tropfen wußte Allegra damals gleich ganz genau, dass es danach in den Katzenkorb zum Autofahren ging - da war die Verabreichung der Tropfen schon purer Stress.

Aber als Maus vom Dach fiel, riet die Tierärztin neben einem Schmerzmittel auch zu Arnica-Globulis. Was nun den Heilungsprozess förderte? Auf jeden Fall bin ich auch dafür nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.
Allerdings bei dem Katertier war der Zustand lebensbedrohlich, da er durch sein entzündetes Maul nur noch unter Schmerzen fressen konnte - Hunger hatte er jedoch. Und nun ist sein Impfschutz mehr als überfällig. Ich vermute, dass danach noch eine weitere Cortison-Spritze folgen wird, denn 16 Jahre ist schon ein stolzes Alter für einen Persermix. Bei ihm hätten wir gar nicht erwartet, dass es so alt werden könnte.
Mein erster Wald- & Wiesenkater wurde ohne Impfungen 19 Jahre alt und war nur zum Kastrieren & 1x zum vereiterten Zahnziehen beim Tierarzt.
Klein Katze hingegen hatte schon im Alter von etwa 7 Jahren 2x heftige Probleme mit Struvit-Steinen und dann noch irgendwann eine vereiterte Kampfwunde auf der Nase, die ebenfalls mit Antibiotika behandelt werden musste. Daher schlug das Antibiotikum vielleicht auch lange Zeit bei ihm nicht an - oder eventuell wirkt auch nur das Cortison ...

Leider ist es meiner Mutter nicht auch noch zuzumuten den Kater täglich mit Globulis usw. zu versorgen - da hat sie schon genug mit meiner pflegebedürftigen Großmutter zu tun. Daher wird er wohl mit der 2-Monatsspritze Cortison weiterleben solange es geht.
Aber bei Allegra bieten sich hoffentlich alternative Möglichkeiten ...

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Carmen
Ich habe mir das Buch besorgt und gleich noch dazu 'Schüßler-Salze für meine Katze' bestellt.
'Unsere Katze - gesund durch Homöopathie' ist interessant.
Aber zumindest im ersten Moment scheint mir das Thema Salze doch etwas leichter handhabbar zu sein. Zumal ich wohl schon fast alle Salze selbst verwende, die Allegra jetzt wohl ebenfalls gebrauchen kann. Allerdings steht das Untersuchungs-Ergebnis bei Allegra noch nicht fest und solange werde ich damit lieber noch warten.

Bei dem Katertier denke ich mir, dass sich die Entzündungen in der Mundhöhle bestimmt homöopathisch lindern lassen, so dass die nächste Cortison-Spritze zumindest hinausgezögert werden könnte.

Ebenso werde ich beim ersten Anzeichen der nächsten Bindehautentzündung bzw. verstopftem Tränenkanal gleich die Bücher zu rate ziehen, damit möglichst nicht wieder Antibiotika zum Einsatz kommen müssen.

Danke für Deinen Tipp. Denn ich hätte mir sonst wahrscheinlich doch ein anderes Buch bestellt ...